Klick sicher: Betrug beim Online-Verkauf von Konzertkarten

Die meisten Veranstalter setzen aus organisatorischen Gründen längst auf den Online-Verkauf im Internet. Worauf zu achten ist, damit man am Ende nicht ohne Ticket da steht, erklärt Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Wer beim Veranstalter selbst seine Karten online ordert, ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Es gibt aber auch Veranstalter, die den Verkauf an andere Gesellschaften und Organisationen übertragen. Aber gerade hier lauert auch die Gefahr, dass man trotz Bezahlung die Eintrittskarten nie zu Gesicht bekommt.

Es ist für Betrüger ganz einfach, eine Domain anzumieten und einen Ticketshop aufzubauen. Dann muss man noch mit einigen Techniken dafür sorgen, dass man bei den Suchmaschinen mit den richtigen Suchbegriffen ganz oben landet. Es ist allgemein üblich, dass die Tickets Monate im Voraus bezahlt werden, die Zusendung aber erfolgt erst kurz vor der Veranstaltung. So haben die Betrüger genügend Zeit, sich mit dem ergaunerten Geld abzusetzen.

Besonders bei ausverkauften Festivals und Konzerten gehen die Konsumenten oft höhere Risiken ein, wenn sie die Hoffnung haben noch ein Ticket zu ergattern. Erinnern wir uns nur an den Fall eines niederländischen Online-Anbieters, der vor zwei Jahren Schlagzeilen machte, weil viele Belgier dort Tickets von U2-Konzerten geordert hatten, die in Wirklichkeit schon längst ausverkauft waren.

Der Weiterverkauf von Tickets ist auch bei Privatpersonen mittlerweile zu einem lukrativen Geschäft geworden.

Wie soll man sich also verhalten? Hier einige Tipps:

– Kaufen Sie ihre Tickets wenn möglich bei bekannten Anbietern wie „Go for music“ von Proximus, „Teleticketservice“, „Ticketmaster“ oder „Eventim“, um nur einige zu nennen.

– Auch wenn die Versuchung groß ist, kaufen Sie auf keinen Fall Karten auf dem Schwarzmarkt. Unseriöse Anbieter tummeln sich vor allen Dingen in den Foren und Börsen im Internet. Nicht nur, dass Sie Gefahr laufen, gar keine oder gefälschte Karten zu erhalten – es kann auch vorkommen, dass Ihnen der Zugang zum Konzert verwehrt wird, weil die Karten auf einen anderen Namen eingetragen wurden. Diese Methode der Personalisierung wird im übrigen immer mehr praktiziert, um den Schwarzhandel zu bekämpfen.

– Auch der Ankauf der Tickets für ausverkaufte Konzerte auf Auktionsplattformen wie eBay sind unsicher. Prüfen Sie auf jeden Fall das Profil des Anbieter genauestens: Wie sind seine Bewertungen? Bietet er ungewöhnlich viele Tickets an? Ist er bereit seine persönliche Daten zu nennen?

– Sollten die Tickets nicht durch den Veranstalter selbst, sondern durch eine andere Organisation oder Gesellschaft angeboten werden, so sollte man sich vor dem Kauf gut informieren.

– Bei Zweifel findet man im Internet Meinungen und Warnungen zu den betreffenden Anbietern. Eine sogenannte „Blacklist“, also eine Liste der unseriösen Anbieter, ist z.B. auf ilovemyticket.com zu finden.

Hinweise zu diesem Thema finden sie auch auf der Webseite des Föderalen Öffentlichen Dienstes Wirtschaft, Mittelstand und Energie. Falls Sie dennoch Opfer eines solchen Betruges geworden sind, können Sie dies auch bei dem vorhin genannten FÖD online melden. Der FÖD wird daraufhin seine Ermittlungen aufnehmen.

Für die anstehenden Sommerfestivals und Konzerte wünschen wir ihnen auf jeden Fall viel Spaß!

Allgemeine Fragen um den Einstieg in das Thema Internet beantwortet gerne das Medienzentrum in Eupen, Tel 087/55.55.51, medienzentrum@dgov.be. Nächsten Donnerstag gibt es wieder neue Informationen rund um Sicherheit im Netz.

Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen

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