Verbrauchertipp: Wunderpillen

Fettpölsterchen verschwinden in nur wenigen Wochen dank Fatkiller oder Dragonslim! Nicht nur Bernd Lorch von der VSZ warnt vor Wunderpillen des Unternehmens Aliaz Cooperation aus Lettland.

Fatkiller Betrug

Wer im Internet unterwegs ist, der trifft auf so manche Werbung, die das Blaue vom Himmel verspricht. Das Unternehmen nennt sich Aliaz Cooperation und hat seinen Firmensitz in Lettland.

Es sind nicht nur die Verbraucher, die sich in Belgien darüber beschweren, sondern auch betroffene Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier geht es nicht um erster Linie über den Wirkstoff, der in diesen Produkten steckt, sondern viel mehr über die Art und Weise, wie diese Produkte an den Mann, beziehungsweise an die Frau gebracht werden.

Werbestrategie von Aliaz Cooperation

Wer im Internet surft, dem passiert es schon mal öfters, dass Werbebalken oder Werbebanner erscheinen. Bei Facebook zum Beispiel kommt das regelmäßig vor. Bei Aliaz Cooperation ist es so, dass sie ihre Produkte, wie zum Beispiel Fatkiller, auf diesen Werbebannern in vielen Fällen gratis anbieten. Und das ist natürlich sehr verführerisch. Da kommt man ja schnell in Versuchung, mal drauf zu klicken, weil es ja nichts kostet.

Die angebotene Produktpalette geht von Maxmanpower, einem Muskelaufbaupräparat bis hin zu GoWhite, einem Zahnbleichmittel. Das Europäische Verbraucherzentrum in Brüssel listet insgesamt 7 verschiedene Produkte auf, die das Unternehmen Aliaz Cooperation über Internet, also Online-Handel vertreibt.

Aber das geht so lange gut, bis dann die Rechnung ins Haus flattert.Bei einigen Verbrauchern ist es so gewesen, dass sie nur auf die Werbung geklickt haben und dann den weiteren Bestellvorgang abgebrochen haben.Trotzdem haben diese Personen einige Tage später ein Päckchen bekommen, mit der Aufforderung, die Rechnung auch zu zahlen.

Und damit nicht genug: Das Unternehmen Aliaz Cooperation behauptet sogar, sie hätten eine Abovertrag geschlossen, was ja überhaupt nicht stimmt. In diesen Fällen ist es so, dass die Website von Fatkiller oder Dragonslim den Verbraucher nicht ausreichend darüber informiert, dass die Bestellung zu einem ungewollten Abovertrag führt.

Alleine schon, wenn ich auf den Bestell-Button klicke und dies schon zu einem Vertragsabschluss führt, ist gesetzeswidrig.

Was können die Opfer tun?

Wir raten dem Verbraucher zunächst einmal, wenn er unbeabsichtigt Opfer geworden ist, dass Unternehmen zu benachrichtigen, am besten per Einschreiben.

Und zwar mit folgendem Hinweis:

  • dass man keine Bestellung getätigt hat,
  • dass man die Rechnung verweigert
  • und das alle weiteren Lieferungen eingestellt werden müssen.

Wenn man jetzt aber eine Bestellung getätigt hat und sich entschließt, die Bestellung nicht anzunehmen, so hat man eine 14-tägige Rückgabefrist.

Wir können nur raten: Finger weg, wo das Unternehmen Aliaz Cooperation seine Finger im Spiel hat. Wenn es zum Beispiel um Wunderpillen wie Fatkiller, Dragonslim oder dem Zahnbleichmittel GoWhite geht.

Weitere Infos gibt es wie immer auch im Netz auf vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien, Schreenshot ECC-net

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