Verbrauchertipp: Mietrecht

Was gehört zu den Pflichten eines guten Hausvaters, sprich eines Mieters? Die passenden Antworten dazu hatte Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale

Guter Hausvater

Jeder Mieter hat auf der einen Seite eine Reihe von Rechten, aber er besitzt auch einige Verpflichtungen. Eine davon ist die Verpflichtung, das Mietobjekt als so genannter „guter Hausvater“ zu verwalten. Der Begriff „guter Hausvater“ oder auch „guter Familienvater“ stammt eigentlich aus dem römischen Recht. Früher trug er die Bezeichnung „pater familias“, so wurde nämlich das Oberhaupt der Familie bezeichnet.

Damals gehörte unter anderem zu seinen Verpflichtungen, die gemieteten Güter richtig zu verwalten. Also so richtig wie ein vorsichtiger und gewissenhafter Mensch dies mit seinen eigenen Gütern und seinem Haus machen würde. Daher der Begriff „guter Hausvater“.

Wie der römische Verwalter es vor 2000 Jahren getan hat, so soll der Mieter es auch heute noch mit seiner Mietwohnung tun. Also die Wohnung unterhalten und falls mal Schäden an der Mietwohnung auftreten, diese sofort dem Vermieter mitteilen.

Beispiele

Hier die wichtigsten: Der Mieter muss die Wohnung ausreichend heizen und auch lüften, so banal das auch klingen mag. Aber das gibt ja immer wieder Diskussionen, wenn zum Beispiel Schimmelprobleme auftauchen, vor allen Dingen wie jetzt in der kühleren Jahreszeit.

Er muss die Heizung warten und den Kamin fegen lassen. Hat der Mieter beispielsweise zusätzlich zu seiner Mietwohnung einen Garten oder auch Rasen, dann muss er den unterhalten. Das heißt, Garten jäten, Rasen mähen und Hecken schneiden. Er muss das Gebäude reinigen und so weiter …

Schäden

Wenn der Mieter seinen Pflichten nicht nach kommt und die Wohnung – sagen wir mal – verwahrlosen lässt, dann kann ihm das als Mietschaden in Rechnung gestellt werden. Das ist dann ein so genannter „anormaler Verschleiß“, für den der Mieter aufkommen muss.

Wenn beispielsweise einige Dachpfannen – durch was auch immer – defekt sind und es rein regnet, dann muss der Mieter das dem Vermieter unverzüglich mitteilen. Das liegt nämlich auch in seinem eigenen Interesse. Wenn er dies nicht tut kann ihm das nämlich später zu Last gelegt werden und der Mieter muss den entstandenen Schaden selbst bezahlen.

Deshalb ist es für den Mieter von Interesse, dem Vermieter größere Schäden immer sofort mitteilen. Reagiert der Vermieter nicht rechtzeitig, dann am besten ein Einschreiben schicken, dann hat der Mieter auch was in den Händen als Beweis.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzzentrale Ostbelgien

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150