Verbrauchertipp: Die Haltbarkeit von Ostereiern

Ob gekauft oder selbst gekocht und gefärbt, hunderttausende Eier werden an den Ostertagen verzehrt. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien hat sich als Osterhase mit der Haltbarkeit von gefärbten Eiern befasst.

Ostereier

Haltbarkeit von Ostereiern

Eine Sache spielt auf jeden Fall eine ganz wichtige Rolle: Das ist das Mindesthaltbarkeitsdatum, vor allem für bereits gekochte und gefärbte Eier. Rohe Eier haben in der Regel ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen, also ab dem Tag, wo sie gelegt worden sind. Das Legedatum muss nämlich auf der Verpackung angegeben sein. So lässt sich auch das Alter der Eier errechnen. Die Haltbarkeit von gekochten Eiern hängt davon ab, ob sie abgeschreckt werden oder nicht.

Lieber nicht Eier-Abschrecken

Beim Abschrecken von Eiern ist es so, dass die noch heißen Eier mit kalten Wasser sehr schnell abgekühlt werden. Das heißt zwischen Schale und Ei entsteht auf Grund der thermischen Unterschiede eine Luftschicht. Dadurch lassen sich die Eier zwar leichter abpellen, andererseits können sich durch den Luftsauerstoff Mikroorganismen vermehren, wodurch sich die Haltbarkeit verkürzt.

Bei hart gekochten Eiern fürs Osternest sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht beim Kochen angeknackst wurden. Das Problem ist dann nämlich, dann können Keime eindringen und die Eier verderben schneller. Am besten ab in den Kühlschrank damit und dann innerhalb weniger Tage die Eier essen.

Ansonsten halten sich hart gekochte Eier bei Zimmertemperatur so etwa 2 Wochen, im Kühlschrank maximal drei bis vier Wochen. Hartgekochte und gefärbte Eier aus dem Handel sind über mehrere Wochen bei Raumtemperatur haltbar, sofern die Schale intakt ist.

Färben mit Azorfarbstoffen

Also die meisten speziellen Farben für Ostereier sind in der Regel unbedenklich. Dabei handelt es sich um wasserlösliche natürliche und synthetische Farbstoffe. Da können auch Azorfarbstoffe wie Gelborange E110 oder das Azorubin E122 zum Einsatz kommen. Dieses Gelborange E110 kann auch in Schmelzkäse vorkommen, Brausepulver, Pudding oder Speiseeis, aber auch in Knabberartikel.

Dieses Gelborange gilt als bedenklich und kann bei entsprechend veranlagten Menschen Allergien auslösen. Aber hier ist es ja so, dass die Mengen, die eventuell durchs Ei hindurchdringen können sehr gering sind, um sich auf die Gesundheit auszuwirken. Aber wer auf Nummer sicher gehen will, der kann Naturfarben aus dem Bio-Laden nehmen.

Alte Hausmittel

Bei uns zu Hause nehmen wir immer Zwiebelschalen, die geben einen schönen Braunton. Und ich habe mir sagen lassen, Rote Beetesaft steht für Rot, mit einem Sud aus Rotkohlblättern kann man ein himmelblaues Ergebnis erzielen. Matetee ergibt ein zartes Pastelgrün, Kurkuma ein schönes Gelb.

Aber ein ganz sicherer Trick aus Omas Rezeptkiste ist, dass die Eier mit einer Speckschwarte eingerieben werden sollten, dann blinken die auch schön. Und wie gesagt, die Eier am besten nicht kalt abschrecken, damit sie sich länger halten.

Mehr zum Thema finden Sie auch auf vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale, Foto BRF

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150