Verbrauchertipp: Sommerschlussverkauf

Der Sommerschlussverkauf dauert vom 1. bis zum 31. Juli und ist gerade vor dem Urlaub sehr willkommen. Rabatte bis zu 70 Prozent verspricht der Handel. Klingt verlockend und trotzdem sollten Sie vorsichtig sein. Warum, das erklärt uns Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale.

Schlussverkauf

Die Geschäfte brauchen Platz für ihre Herbst- und Winterkollektionen. Und das ist nicht nur bei Textilien der Fall, sondern auch bei Möbeln und Elektrogeräten.

Schnäppchenjagd mit kühlem Kopf

Also wenn die Schnäppchenjäger sich ins Getümmel stürzen, dann sollten sie vor allen Dingen sich nicht von den hohen Rabatten täuschen lassen und einen kühlen Kopf bewahren.

  • Eine große Hilfe ist da der Einkaufszettel.
  • Wichtig ist vor allem, Mann oder Frau sollten sich schon etwas Zeit nehmen und Preis und Qualität der Ware miteinander vergleichen.
  • Ein weiterer wichtiger Tipp ist, dass der Händler nur jene Waren für den Sommerschlussverkauf benutzen darf, die er im Geschäft hat. Es gibt immer wieder schwarze Schafe, die Billigware einsetzen, die ausschließlich für den Sommerschlussverkauf produziert worden ist oder aus dem tiefsten Keller hervorgezaubert wird.

Aber richtige Schnäppchenjäger fallen auf so etwas nicht herein.

Umtausch

Zunächst muss mal unterschieden werden zwischen einem Umtausch, weil die Ware nicht gefällt oder nicht passt, wie auch immer… und einer Reklamation, weil irgendein Defekt am Produkt oder ein Fehler bei der Ware aufgetreten ist.

Generell ist es so, dass Ware im Sommerschlussverkauf vom Umtausch ausgeschlossen ist und normalerweise, ich betone normalerweise, auch nicht aus Kulanz zurückgenommen oder umgetauscht wird.

Wenn aber ein zusätzliches Problem auftaucht, beispielsweise wenn das Tablet Macken hat, dann hat der Kunde selbstverständlich das Recht, dass der Händler das in Ordnung bringt, auch wenn es sich um ein Schnäppchen handelt.

Zuerst muss der Händler versuchen, die Ware zu reparieren oder er bietet ein Ersatzgerät an. Klappt beides nicht, dann kann der Kunde einen Preisnachlass aushandeln oder die Ware gegen Geld zurück geben.

Referenzpreis

Der Händler ist dazu verpflichtet, den Referenzpreis, also den alten Preis, anzugeben. Es genügt also nicht, einfach „minus 50 Prozent“ anzugeben. Laut Gesetz muss der betreffende Artikel vor dem Schlussverkauf während einer Dauer von 30 Tagen im Geschäft abgebildet worden sein. Bekleidungs-, Lederwaren und Schuhgeschäfte dürfen im Monat vor dem Sommerschlussverkauf keine reduzierte Ware anbieten.

Um dem Gesetz ein Schnäppchen zu schlagen, bieten manche Händler so genannte Koppelungsgeschäfte an, …das heißt, beispielsweise beim Kauf von zwei Hosen gibt es einen Rabatt von 20 Prozent. Das ist dann wiederum völlig legal.

Also wer auf Schnäppchenjagd geht, sollte die Augen offen halten.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be

 

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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