Verbrauchertipp: Abofallen als Streaming-Dienste getarnt

Streaming-Plattformen gibt es viele und darunter gibt es auch einige schwarze Schafe. Auch Verbraucher in Ostbelgien sind schon abgezockt worden. Die Verbraucherschutzzentrale hat die Adressen veröffentlicht, die zu diesem betrügerischen Netzwerk gehören. Bernd Lorch mit den Infos.

Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

Jeder hat schon Filme aus dem Netz runtergeladen. Dafür gibt es Streaming-Plattformen wie Netflix und Spotify, natürlich nicht kostenlos. Wer eine kostenlose Möglichkeit sucht, sollte aufpassen.

Die Masche ist immer wieder die gleiche

Die Verbraucher werden in Regel zunächst mal mit einem fünftägigen Abo umworben, muss aber nicht sein. Dann registrieren sie sich beim vermeintlichen Streaming-Dienst, bzw. hinterlassen dort ihren Namen, Adresse, E-Mail-Adresse und manchmal sogar die Telefonnummer.

Die erste Enttäuschung ist, dass die Registrierung nicht geklappt hat oder der Film nicht gestreamt werden kann, manchmal auch mit der Meldung, der Film ist in ihrem Land nicht verfügbar. Das böse Erwachen kommt aber fünf Tage später, wenn nämlich die Rechnung eintrudelt.

Rechnungen auf keinen Fall bezahlen

In der Mehrzahl reichen die Rechnungen von ca. 150 bis 400 Euro für ein Jahres-Abo. Das klingt dann wie in einem schlechten Film. Auf keinen Fall zahlen. Stattdessen solltest du den Vertrag wegen Irrtums anfechten. Und außerdem kannst du dich auf das Widerrufsrecht beziehen, das besagt, dass du innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss, kündigen kannst.

Wie bekomme ich mein Geld zurück?

Wenn Sie die Rechnung schon bezahlt haben, dann wird das Geld wohl futsch sein. Man kann auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Und je mehr Menschen Anzeigen zu solch einer Art der Abofalle machen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Staatsanwaltschaft aktiv wird.

Schutz vor Streaming-Abofallen

Verbraucherschützer vor allem in Deutschland sagen, dass es sich um eine Streaming-Betrugsnetzwerk handelt. Das sind so zwischen 40 und 60 vermeintliche Video-Streaming-Websiten. Die sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich, nur die URL und das Logo sind verschieden.

Der beste Schutz ist, wenn die Verbraucher auf solch einer Seite landen, den Bestellbutton genau unter die Lupe zu nehmen. Sollte der keinen eindeutigen Hinweis auf die Kosten des Abos tragen, dann auf jeden Fall die Finger davon lassen.

Ein anderes Mittel ist, mal unter die Nutzungsbedingungen nachzuschauen. Da müssen auch alle Einzelheiten zu den Kosten des Abonnements enthalten sein.

Normalerweise kann man den Vertrag nur abschließen, wenn man das Häckchen anklickst. Ganz wichtig ist, dieses Häckchen bei den Nutzungsbedingungen darf nicht schon im Vorfeld gesetzt sein.

Wir haben auf unserer Webseite alle Internet-Adressen veröffentlicht, die zu diesem betrügerischen Netzwerk gehören: vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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