Verbrauchertipp: Heizkostenablesedienste

Viele Mieter - auch in Ostbelgien - ärgern sich über den Ablesedienst ISTA wegen stark gestiegener Rechnungen. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzentrale informiert über die Möglichkeiten, dagegen anzugehen.

Heizkostenablesedienst ISTA (screenshot)

Was macht ein Ablesedienst?

Ein Ablesedienst ist vor allen Dingen dann gefragt, wenn es um die Heizkosten von Mehrfamilienhäusern geht, also da, wo es mehrere Mietwohnungen in einem Gebäude gibt. Die einzelnen Wohnräume werden mit den nötigen Erfassungsgeräten ausgestattet. Und einmal im Jahr erfassen die Dienste die Verbrauchsdaten und erstellen dann anhand dieser Daten eine Abrechnung.

Warum gibt es denn jetzt Ärger?

Ärger gibt es, weil manche Rechnungen um das Doppelte ausfallen im Vergleich zum Vorjahr. Und viele Vermieter sind zunehmend unzufrieden mit den dargebotenen Dienstleistungen, vor allem bei der Kommunikation hapert es.

In unserem Fall geht es um den Ablesedienst ISTA. Dieser Dienst ist in 24 verschiedenen Ländern tätig und beschäftigt weltweit ca. 5400 Mitarbeiter. Und dieser Ablesedienst, genauso wie sein Konkurrent Techem, ist für Finanzinvestoren außerordentlich attraktiv, gerade wegen der langfristig stabilen Einnahmen.

Wer bestellt den Ablesedienst?

Der Vermieter bestellt den Ablesedienst, bzw. handelt einen Vertrag mit ihm aus. Hier liegt auch ein bisschen der Kern des Problems: Denn die Ablesedienste nutzen die schwache Position jene aus, die am Ende zahlen müssen. Wie gesagt: Die Gesellschaften verhandeln mit dem Vermieter und der kann sich das Geld wieder von den Bewohnern, also den Mietern, zurückholen.

Hohe Rechnung

Zunächst hat der Vermieter das Recht, die Rechnung zu beanstanden. Denn es ist grundsätzlich verboten, den Preis eines Produkts einseitig zu erhöhen, ohne dass der Vermieter im Vorfeld das Recht hat, den Vertrag zu beenden. Dann kann der Vermieter den Vertrag auflösen und sich auch um Alternativen bei Ablesediensten bemühen. Denn die gibt es.

Weitere Infos gibt es auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien, Bild: www.ista.com

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