Verbrauchertipp: Leitungswasser ist ein hervorragender Durstlöscher und besser als sein Ruf

Möchten man Stilles Wasser trinken, hat man immer die Wahl zwischen Leitungswasser aus dem Hahn oder Mineralwasser aus der Flasche. Das Problem bei Mineralwasser aus der Flasche ist, das es alles andere als ökologisch ist. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale hat einige Tipps, um den Geschmack von Leitungswasser zu verbessern.

Trinkwasser (Illustration Pixabay)

Trinkwasser (Illustration Pixabay)

Mineralwasser aus Flaschen

Das sind jährlich mehr als anderthalb Milliarden Liter – also eine enorme Menge an Mineralwasser, was die Belgier trinken. Das entspricht einem Durchschnitt von 130 Litern pro Person. Nicht das Mineralwasser steht hier im Fokus der Kritik, sondern die Flasche selbst. Die Produktion von Plastikflaschen und auch von Glasflaschen erfordert enorm viel Energie.

Problematisch sind vor allem die Plastikflaschen, nicht nur wegen der hohen Energiekosten bei der Produktion, sondern vor allem wegen des Recyclings. Wenn sie einfach so in die Natur weggeworfen werden, dann brauchen sie ca. 400 Jahre bis sie zersetzt sind.

Das wirklich Schlimme an der ganzen Sache ist aber, dass die Plastikflasche unter dem Müllberg im Meer an erster Stelle steht. Mit der Zeit zersetzt sie sich in Mikroplastik, das dann wiederum von den Meerestieren aufgenommen wird und dann irgendwann auf unsere Teller landet.

Nicht so positive Klimabilanz

Mineralwasser muss ja oft weite Strecken hinlegen, ehe es dann auf unseren Tischen steht. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat festgestellt, dass in Berlin durch den Konsum von Mineralwasser 105.000 Tonnen CO2 produziert werden. Würde dort nur Leitungswasser getrunken, wären dies nur noch 175 Tonnen CO2.

Leitungswasser gesünder?

Leitungswasser ist auf jeden Fall besser als sein Ruf. Dieses Trinkwasser muss nicht weniger als 48 Qualitätskriterien erfüllen. Die Reinhaltung wird regelmäßig überprüft. Aber vor allem ist Trinkwasser aus dem Hahn viel billiger. Mineralwasser aus der Flasche ist 200 bis 500 Mal teurer als Trinkwasser aus dem Hahn.

Also wenn man auf Leitungswasser umsteigt, dann kann man jährlich bis zu 196 Euro sparen. Und das ist doch eine ganze Menge.

Geschmack vom Leitungswasser

Der Geschmack spielt eine große Rolle. Gechlortes Wasser sollte man eine Stunde lang in einer offenen Karaffe stehen lassen, damit das Chlor sich verflüchtigen kann. Und sowieso sollte man das erste Wasser am Morgen aus dem Hahn etwas laufen lassen. Also Wasser zum Trinken oder Kochen erst mal etwas länger laufen lassen, bis es kühl aus dem Hahn kommt. Dieses erste Wasser kann man ja zum Blumengießen oder Putzen benutzen.

Um den Geschmack zu verbessern, genügt oft nur eine Orangen- oder Zitronenscheibe. Ein paar Zweige Minze oder Zitronenmelisse machen das Wasser dann zu einem perfekten Durstlöscher.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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