Verbrauchertipp: Unkrautvernichtungsmittel Roundup für den Hausgebrauch verboten

Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup ist seit letztem Jahr aus den Regalen verschwunden. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale spricht über die Hintergründe und die Alternativen.

Roundup seit 2018 für Privatleute verboten (Foto: Philippe François, Belga)

Roundup seit 2018 für Privatleute verboten (Foto: Philippe François, Belga)

Seit dem letzten Jahr ist das Unkrautvernichtungsmittel Roundup für den Hausgebrauch verboten. Aus gutem Grund: Denn der Wirkstoff Glyphosat, ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wahrscheinlich krebserregend.

Die EU-Kommission hat effektiv im Dezember 2017 den Vorschlag für eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat für fünf Jahre angenommen. Aber die Mitgliedstaaten, wie zum Beispiel Belgien, können die Anwendung von Glyphosat auf ihrem Gebiet verbieten. Und das ist ja auch geschehen.

Ist Glyphosat in ganz Belgien verboten?

Die Föderalregierung, beziehungsweise der Ministerrat, hat Ende Mai 2018 ein Verkaufsverbot von Herbiziden an Privatleute beschlossen. Du und ich als Hobbygärtner können es nicht mehr in belgischen Läden kaufen. Aber in der Landwirtschaft darf es weiterhin unter bestimmten Bedingungen angewendet werden.

Alternativen für Hobbygärtner

Es gibt ja noch Unkrautvernichtungsmittel im Handel. Nur ist die Palette etwas kleiner geworden. Roundup war ja ein Totalherbizid. Das ja alles aus dem Wege räumte, darunter auch sinnvolle Kräuter und Organismen. Im Handel sind so genannte Biopestizide erhältlich, manche davon sind recht teuer.

Und leider ist Roundup weiterhin übers Internet erhältlich. Aber wie gesagt: Herbizide sind für den Privatgebrauch verboten. Auch wenn ich die jetzt online bestellt habe.

Ich denke die klassische Methode bleibt weiterhin die Arbeit mit der Hacke. Und die ist auch am umweltfreundlichsten. Beim Hacken schlägt man das Unkraut ja mit dem Metallblatt auf Bodenhöhe oder dicht darunter ab. Dabei wird auch gleichzeitig der Oberboden gelockert. Eine kleine Handhacke ist beim Jäten im Garten auch ganz nützlich.

Rindenmulch ist eine andere Alternative, das Wachsen von Unkraut zu unterdrücken. Oder man greift zum Gasbrenner und beseitigt das Unkraut mit dem Abflammen. Da reicht es schon, wenn sich die Farbe der Blätter oder des Unkrauts sich in ein mattes Grün verwandelt, dann sind sie so nachhaltig geschädigt, dass sie eintrocknen. 

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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Ein Kommentar
  1. Gerd Niemeyer

    Leider kommt das round up noch immer in den Haushalt. Polen haben einen lebendigen Handel da drin. Einfach ganz aus dem Handel nehmen.

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