Verbrauchertipp: Achtung bei Sport- und Schlankheitsmitteln aus dem Internet

Immer mehr Leute vertrauen nicht mehr nur guter Ernährung und ihrem Trainingsplan, sondern nutzen zusätzliche Tabletten oder Pulver. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale macht auf die Gefahren von Nahrungsergänzungsmitteln aufmerksam.

Runde um den See in Bütgenbach 2019 (Foto: BRF)

Runde um den See in Bütgenbach 2019 (Foto: BRF)

Der Winterspeck muss weg!

Das eigene Aussehen ist ja keinem so richtig egal. Besonders die Jungs arbeiten oft hart im Fitness-Center, aber dem einen oder anderen geht das nicht schnell genug mit dem Muskelaufbau und bei den Mädels und Frauen, die wollen einfach abnehmen und denken, mit ein paar Tabletten geht’s einfacher und schneller.

Angebot im Internet

Das geht schneller, als man das Wort „Onlineschnellversand“ aussprechen kann. Tonnenweise kann man bei zahllosen Internetshops Mittelchen kaufen, die dabei helfen sollen, den Körper zu formen. Das Problem ist aber: Die Inhaltsstoffe solcher Kapseln, Teebeutel und Tabletten unterliegen keiner Kontrolle, ganz besonders dann, wenn die Produkte aus dem Ausland kommen.

Risiko und Folgen

Die Verbraucherzentrale NRW hat vor einigen Jahren im Rahmen einer Studie Sport- und Schlankheitsmittel aus dem Internet überprüft. Herausgekommen ist, dass über 20 Prozent der Sportlerprodukte gepanscht waren und sogar über 60 Prozent der Schlankheitsmittel.

Gefunden haben sie verbotene Dopingsubstanzen und gefährliche Arzneimittel. Darunter krebserregende Abführmittel und auch einen Appetithemmer, der 2010 europaweit wegen massiver Nebenwirkungen vom Markt genommen wurde.

Das Problem ist ja auch, dass diese Risikostoffe in aller Regel nicht auf der Verpackung drauf stehen. Im Gegenteil: So manche Hersteller werben mit einem „natürlichen“ Image und lassen ihre Produkte teilweise sogar wie die reinsten Kräutertees daher kommen.

Die Folgen können aber fatal sein: Das reicht von der Akne bis hin zu Leber- und Nierenschäden, verringertes Körperwachstum, Herz-Kreislaufkollaps…Und die Härte bei alldem ist: Für viele Wirkstoffe in diesen Nahrungsergänzungsmitteln ist die positive Wirkung, die man eigentlich haben will, nicht bewiesen.

Tipps für Verbraucher

Am besten ganz die Finger von solchen Sachen lassen und sich lieber auf eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung konzentrieren. Und das mit Training und viel Bewegung kombinieren.

Im Internet gibt’s zwar auch Shop-Seiten mit einem anerkannten Siegel und zwar von der Initiative D21… Das sind Anbieter, die der Lebensmittelüberwachung bekannt sind  und auch risikoorientiert kontrolliert werden.

Wer es dennoch nicht sein lassen kann, sollte statt im Internet, die Sachen in einer anerkannten Apotheke kaufen.

Mehr Infos gibt es auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien, Foto: Christophe Ramjoie, BRF

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