Verbrauchertipp: Google muss Zusammenarbeit mit Huawei aufkündigen

Der Telekommunikationsnotstand, auch wenn die USA Maßnahmen teilweise gelockert haben, zeigt Wirkung. So muss Google beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Smartphone-Hersteller Huawei aufkündigen. Die Folgen treffen vor allem die Huawei-Nutzer. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale zum aktuellen Stand der Dinge.

Huawei (Foto: Fred Dufour, AFP)

Hintergrund ist zum einen der Handelsstreit mit China und zum anderen die Befürchtung der Amerikaner, sie könnten von Huawei-Geräte ausspioniert werden. Die Konsequenz ist, dass Huawei vorläufig nicht mehr mit Software und auch Hardware ausgestattet werden darf. Das bedeutet, ganz viele Firmen wie Intel oder Google treten von der Zusammenarbeit mit Huawei zurück, ob sie wollen oder nicht.

Betroffene Geräte

Zunächst einmal alle Smartphones und Tablets von Huawei, aber auch alle Geräte des Herstellers Honor, nämlich das ist ein Tochterunternehmen, das zu 100 Prozent dem chinesischen Konzern Huawei gehört und halt im niedrigeren Preissegment angesiedelt ist.

Updates

Für bestehende Geräte gibt es Updates, aber die Frage ist: wie lange noch.

Das Betriebssystem Android ist im Prinzip lizenzfrei, also open source. Da kann jeder drauf zurückgreifen und es benutzen. Auch Huawei. Allerdings ist open source Android nicht das gleiche wie eine offizielle Android-Lizenz, weil es mehr Einschränkungen gibt. Und wenn man Open source-Android verwendet, hat man keine Berechtigung, weiter Google-Dienste in Anspruch zu nehmen, wie gmail, Google Maps oder auch YouTube.

Ich denke aber auch an den Play Store von Google, worüber man im Normalfalle seine Apps bezieht. Was ist ein Smartphone schon ohne Apps?

Was Huawei-Nutzer wissen sollten

Was den Kauf von Huawei-Geräten anbetrifft, weiß ich nicht, was der Verbraucher tun soll. Vielleicht sollte er mal ein paar Wochen warten.

Für die Besitzer eines Huawei- oder Honorgeräts heißt es, keine Panikmache. Google hat zumindest zugesagt, dass die Dienste weiterhin einigermaßen funktionieren sollen… also YouTube, gmail und Play Store und wie sie alle heißen…

Also da sollte man keine Angst haben, dass die morgen nicht mehr funktionieren werden. Aber wie die Zukunft aussieht, dahinter noch ein großes Fragezeichen.

Huawei ist laut Vertragsbedingungen nicht verpflichtet, Software-Updates bereitzustellen. Und besonders wichtig ist auch zu wissen, dass ich als Kunde keinen Anspruch darauf habe, in Zukunft mit der gewohnten Google-Software versorgt zu werden, wenn ich ein Huawei- oder Honorgerät besitze.

Und es nützt auch nichts, ein bereits gekauftes Gerät zurückzugeben und dafür entweder Geld oder ein anderes Gerät zu bekommen, denn das sieht das Recht auf Gewährleistung und Garantie in diesem Fall nicht vor.

Weitere Infos gibt’s auch im Netz unter vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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