Verbrauchertipp: Palmöl – schlecht für die Umwelt und für die Gesundheit

Es steckt in Schokocreme, Keksen und Knabbergebäck: Palmöl, das billigste und das am häufigsten verwendete Pflanzenöl. Für die Palmölplantagen wird wertvoller Regenwald abgeholzt. Palmöl kann auch schlecht für die Gesundheit sein. Sagt Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien.  

Ohne Palmöl

Palmöl in vielen Lebensmittelprodukten

Palmöl ist billig, besonders ertragreich, hitzestabil und lässt sich unwahrscheinlich gut verarbeiten. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 70 Millionen Tonnen Palmöl produziert. Die Europäische Union importiert ca. 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Und das meiste davon also ca. 60 Prozent gehen in die Bio-Dieselproduktion. Ein Hektar Ölpalmen gibt sechs Mal so viel Öl her wie ein Hektar Raps und zehn Mal so viel wie ein Hektar Soja.

Seit 2014 haben wir in der EU eine neue Kennzeichnungspflicht, insbesondere, was Palmöl anbetrifft. Also wenn irgendwo Palmöl drin ist, dann muss auch Palmöl auf dem Etikett stehen. Das ist zumindest für Lebensmittel vorgeschrieben. Bei Kosmetika und Waschmitteln greift dieses Gesetz nicht, d.h. da ist eine solche Kennzeichnung nicht vorgeschrieben.

Keine Grenzwerte für diese schädlichen Fettschadstoffe

Es gibt keine verbindlichen europaweiten Grenzwerte für 3-Monochlorpropandio-Fettsäureester, so heißen diese Fettschadstoffe. Also kurz 3-MCPD genannt. Und das ist eine Forderung der Verbraucherschützer europaweit. Dass die EU hier endlich mal Klarheit schafft. Denn Produkte mit erhöhten Werten an 3-MCPD könnten somit aus dem Verkehr gezogen werden.

Palmöl schlecht für die Gesundheit

Das Problem ist, dass bei der Raffination, also beim Herstellungsprozess von Palmöl, gewisse Fettschadstoffe entstehen können, die möglicherweise krebserregend sind.

Gerade bei Kindern sollte ich schon auf palmölfreie Produkte achten. Die Verbraucherzentrale NRW hat festgestellt, dass die Angaben der Hersteller von Backwaren und Knabberartikeln zeigen, dass Kinder die vertretbaren Höchstmengen dieser Fettschadstoffe schnell überschreiten. Und wem die Gesundheit der Kinder am Herzen liegt und auch die der Umwelt, der sollte auf Palmöl verzichten.

Tipps für Verbraucher

Am Besten auf Palmöl in Lebensmitteln verzichten. Da hilft schon ein Blick auf die Zutatenliste. Wenn jetzt keine Alternative zu Palmöl zu finden ist, dann sollte man Palmöl aus ökologischer und fairer Erzeugung bevorzugen.

Weitere Infos gibt’s auch im Netz unter vsz.be 

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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