Album der Woche: „No Man’s Land“ von Frank Turner

Frank Turner veröffentlicht nun sein achtes Album "No Man's Land". In der BRF1-Lifeline (15-18 Uhr).

Frank Turner (Bild: Polydor)

Frank Turner; Polydor

Frank Turners achtes Album „No Man’s Land“ ist nun erschienen.

Mit Catherine Marks am Ruder, die 2018 zur Produzentin des Jahres gekürt wurde, und einer nur aus weiblichen Musikerinnen bestehenden, dynamischen Besetzung erzählt ‘NO MAN’S LAND’ faszinierende Geschichten von Frauen, deren unglaubliche Biographien aufgrund ihres Geschlechts viel zu oft übersehen wurden. “Diese Geschichten hätten schon längst erzählt werden müssen”, sagt Turner über das Album und die zugehörige Podcast-Serie ‘Tales from No Man’s Land’, deren erste Folge am 3. Juli startet. “Und ich vermute, wären sie Männer gewesen, wären sie heute besser bekannt.” Die Frauen, die auf den 13 Tracks des Albums vorgestellt werden, kommen aus sehr verschiedenen geographischen und historischen Kontexten. Da gibt es die byzantinische Prinzessin Kassiani (The Hymn of Kassiani), die ägyptische feministische Aktivistin Huda Sha’arawi (The Lioness) oder die Resusci-Anne (Rescue Annie), eine ertrunkene Jungfrau, deren Gesicht als Modell für medizinische Reanimationsübungspuppen genutzt wurde, und das auf der ganzen Welt. (“Du kannst nicht nicht einen Song über eine Frau schreiben, die gestorben ist, ohne je geküsst worden zu sein – und deren Gesicht dann das meistgeküsste Gesicht der Geschichte wurde,” schlussfolgert Turner). Da ist die Serienmörderin aus den tiefen Südstaaten der USA, die ihre Opfer über Kontaktanzeigen in der Zeitung suchte (Nannie Doss), eine jazzbesessene Erbin (Nica Rothschild), die in der Free-French-Bewegung während des Zweiten Weltkriegs kämpfte, oder ein Vaudeville-Star (Dora Hand) aus dem Wilden Westen, die von einem Kleinstadt-Banditen erschossen wurde. Diese sind nur ein paar der vielen faszinierenden Figuren, die lange vom Mainstream ignoriert wurden und jetzt auf No Man’s Land zu Wort kommen. “Das Album führt meine beiden lebenslangen Hauptinteressen zusammen, die bisher immer voneinander getrennt waren – Geschichte und Songwriting”, erklärt Turner, der oft auf selbstgeführten, psychogeographischen Spaziergängen historische Stätten aufsucht, die schon lange in Vergessenheit geraten sind – wenn er nicht gerade Arenen füllt oder als Headliner auf einem Festival spielt.

Infos & Cover: Polydor

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