Verbrauchertipp: Nachhaltigere Smartphones

Viele Verbraucher würden ihr Smartphone gerne reparieren, aber Reparaturen werden immer teurer, schwieriger oder sogar unmöglich. Also wird letztendlich ein neues gekauft. Dagegen wehrt sich jetzt ein Bündnis mit dem Titel „Right To Repair Europe“, an das sich auch die Verbraucherschutzzentrale angeschlossen hat. Pressesprecher Bernd Lorch sagt warum.

Smartphone (Bild: Pixabay)

Smartphone (Bild: Pixabay)

Das Bündnis und warum die VSZ mitmacht

Hinter dem Bündnis stecken vor allem Reparatur-Initiativen und Organisationen aus dem Umweltbereich aus ganz Europa: Polen, Norwegen, Italien, Frankreich und viele andere mehr und natürlich auch Belgien. Wir haben uns dem Bündnis angeschlossen, weil erstens die Nachhaltigkeit zu einer Kernkompetenz unserer Verbraucherschutzzentrale gehört und wir zweitens davon überzeugt sind, dass Produkte so konstruiert werden sollten, dass sie auch repariert werden können.

Nachhaltigere Produktion von Smartphones

Smartphones gehören zu den umweltschädlichsten Elektronikprodukten überhaupt. Allein in Europa beläuft sich die jährliche Klimabelastung durch Smartphones auf mehr als 14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent. Der Grund ist recht einfach: Smartphones gehen schnell kaputt. Gesprungene Displays, schwache Akkus, kaputte Ladeanschlüsse. Und in der Regel wird oft alle 2 Jahre ein neues Smartphone gekauft, um die Konsumspirale anzutreiben mit verheerenden Folgen.

Fast alle Smartphones werden in China produziert. Die Arbeitsbedingungen sind oft katastrophal und das erstreckt sich auch über die gesamte Lieferkette.

Ein zweiter Grund ist der wachsende Müllberg von Elektronikschrott. Hier gehen wichtige Rohstoffe oft verloren: Wenn man ein Blick in so ein Smartphone wirft, dann verbergen sich dahinter Gold, Silber, Aluminium und andere wertvolle Rohstoffe. Und noch immer landet Elektronikschrott auf Müllhalden in Afrika oder in China. Und der beste Weg ist, um solche Auswirkungen zu reduzieren, ist einfach sein Smartphone länger zu nutzen

Recht auf langlebige Produkte

Aber das ist heute leider alles andere als offensichtlich. Unsere Sachen halten immer weniger lang und wenn sie kaputt gehen, sind sie darüber hinaus auch noch schwer zu reparieren. Aber reparieren ist gut für die Umwelt, verhindert den Überkonsum und schafft Arbeitsplätze vor Ort.

Deshalb fordern wir Politiker, Hersteller und Einzelhändler dazu auf, die gesetzliche Garantie auszudehnen, Reparaturhandbücher und Ersatzteile bereitzustellen und Produkte so zu konstruieren, dass sie einfach länger halten.

Petition

Jeder der will, kann dazu auch eine Petition unterschreiben. Und zwar unter der Internetadresse repair.eu/smartphones oder einfacher auf vsz.be, da wird man fündig. Da gibt’s dann den entsprechenden Link und dort kann man sich dann eintragen und die Petition unterschreiben.

Weitere Infos gibt es im Netz auf vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

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