Verbrauchertipp: Fake Shops – Immer mehr unseriöse Anbieter im Netz

Vor allem während der Corona-Pandemie nimmt die Abzocke auch im Internet immer weiter zu. Die Verbraucherschutzzentrale sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien

Egal ob Elektronik-Artikel wie der Thermomix, beliebte Modeaccessoires oder ein teures Tablet – immer wieder tappen Verbraucher in die Abzock-Falle krimineller Netzbetrüger. Was sich als angebliches Schnäppchen präsentiert, erweist sich hinterher als teures Verlustgeschäft.

Was ist ein Fake Shop?

Bei einem Fake Shop handelt es sich um eine gefälschte Internetplattform, die Produkte zu besonders günstigen Bedingungen anbietet. Gezahlt wird in der Regel nur per Vorkasse und/oder Kreditkarte. Hat ein Kunde Ware bestellt, wird entweder minderwertige Ware verschickt oder die Lieferung bleibt aus. Die im Internet angebotene Produktpalette existiert nicht. Oft täuschen die Betrüger sogar Lieferschwierigkeiten vor, um Betroffene daran zu hindern, bereits getätigte Zahlungen wieder rückgängig zu machen.

Die Bandbreite der angebotenen Produkte ist groß, betroffen sind aber vor allem Elektronik- und Modeartikel. Das reicht von der Spielkonsole über das iPhone bis hin zu teuren Küchengeräten wie dem Thermomix. Bei den Modeartikeln sind es oft luxuriöse Marken, die zu ungewöhnlich niedrigen Preisen angeboten werden. Unter den Fake Shops finden sich auch Apotheken, die Medikamente angeblich rezeptfrei verschicken.

Wie erkenne ich einen Fake Shop?

  • Ein erstes Indiz für einen Betrug ist der Preis. Es sind Fake Shops im Umlauf, die die Küchenmaschine Thermomix für knapp 700 statt 1400 Euro anbieten.
  • Wenn nur Zahlung per Vorkasse angeboten wird, sollte man vorsichtig sein. Wenn das Geld dann auch noch auf ein ausländisches Konto überwiesen werden soll, wie zum Beispiel Western Union, sollten sämtliche Alarmglocken schrillen.
  • Viele dieser Fake Shops sind sehr professionell aufgebaut, werben mit Gütesiegel und geben ein gefälschtes Impressum an, d. h. Anschrift des Unternehmens mit Telefonnummer usw.
  • Weiteres Indiz: Fehlen Impressum, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Informationen zum Widerrufsrecht oder Kontaktangaben, handelt es sich um Betrug.
  • Gibt es bereits Warnungen vor diesem Shop? Ein einfaches Mittel, einen Fake Shop zu enttarnen, ist es, seinen Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Im Internet gibt es auch Portale, wie z. B. Abzockschutz, die die bekanntesten Fake Shops im Internet auflisten.
     

Und wenn ich bereits Opfer eines Fake Shops geworden bin?

  • Wer auf die Betrüger reingefallen ist, sollte Kontakt mit seinem Zahlungsinstitut aufnehmen und prüfen, ob die Zahlung rückgängig gemacht werden kann.
  • Sicherheitshalber dem Fake Shop per E-Mail mitteilen, dass man vom Vertrag zurücktritt.
  • Bei der Polizei Anzeige erstatten.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien