Verbrauchertipp: Gesund bleiben im Homeoffice

Es gibt wenig Erfreuliches in Zusammenhang mit dem Stichwort „Corona“ zu berichten. Die Verbraucherschutzzentrale und der Patienten Rat & Treff wollen das ändern. Der PRT hat mehrere Programme ausgearbeitet, um die Corona-Pandemie besser zu überstehen und die Verbraucherschutzzentrale will diese Programme unterstützen. Das erste lautet: Gesund bleiben im Homeoffice.

Homeoffice (Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / DeborahKolb)

Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / DeborahKolb

Immer mehr Menschen arbeiten von zu Hause aus. Dabei sollte man seine Gesundheit nicht aus den Augen verlieren.

Angenommen, man arbeitet im Homeoffice und will seine Gesundheit nicht aus den Augen verlieren. Was wäre der erste Punkt, den man beachten sollte?

Ein Punkt, der immer wieder von Gesundheitsexperten und auch vom Patienten Rat & Treff hervorgehoben wird, ist das Thema Bewegung. Denn Homeoffice verleitet häufig dazu, sich nicht genügend zu bewegen. Da ist es gut, wenn man seinen Arbeitsalltag durch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft unterbricht oder zwischendurch kleine Bewegungspausen mit Dehnübungen einlegt.

Spielt die Ernährung ebenfalls eine Rolle?

Auf jeden Fall. An erster Stelle natürlich viel Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Klar ist auch, dass man viel Gemüse und Obst essen sollte, nach dem Motto „Nimm fünf am Tag“, d. h. drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Vollkorngetreide statt Produkte aus Weißmehl sind wichtig, denn die liefern mehr Mineralstoffe. Und am besten auf Zucker und zuckerhaltige Stoffe verzichten, denn der Konsum von Zucker führt zu einem Teufelskreis aus ständigem Hunger und raubt dem Körper sogar wichtige Vitalstoffe. Am besten drei ausgewogene Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen und falls nötig nochmals ein bis zwei Zwischenmahlzeiten.

Gibt es weitere gute Tipps fürs Homeoffice?

Beispielsweise kann man seinem Tag eine feste Struktur geben, wo auch ganz deutlich Pausen drin vorkommen sollten. So ist es wichtig, auch im Homeoffice für jeden Tag einen verbindlichen Arbeitsbeginn und auch ein Arbeitsende einzuplanen. Also man sollte seinen Tag so einrichten, als würde man wie gewohnt zur Arbeit gehen. Und für die Pausen ist es auch wichtig, digitale Pausen einzurichten. Unser Arbeitsleben im Homeoffice gestaltet sich ja virtuell. Da ist es wichtig, dass man sich vom Bildschirm mal entfernt, Entspannungsübungen macht oder eben in der Mittagspause mal einen kleinen Spaziergang unternimmt.

Homeoffice ist ja durchaus nachhaltig, vor allem, was den Punkt Mobilität anbetrifft. Aber die sozialen Kontakte liegen dann wohl auf Eis, oder?

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Klar, im Homeoffice arbeitet man in der Regel alleine. Die Gespräche zwischen Tür und Angel mit Kolleginnen und Kollegen fallen dann eher weg. Aber man kann sich auch in der Kaffeepause mit ihnen zu einem Videochat verabreden oder zum virtuellen Nachmittagskaffee oder zum Feierabend-Drink.

Wie steht es denn mit dem Arbeitsbereich – die Wohnung kann ja nicht automatisch in ein Büro umfunktioniert werden?

Das stimmt. Wichtig ist, dass man in der Wohnung einen Arbeitsbereich einrichtet, wo man ungestört arbeiten kann. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Trotzdem sollte man darauf achten, nicht die gesamte Wohnung in ein Arbeitsbüro zu verwandeln, sondern nur einen kleinen Teilbereich. Wichtig dabei ist, dass die anderen Räume „arbeitsfrei“ bleiben, damit man nach Feierabend nicht mehr die Arbeits-To-Do-Liste vor Augen hat.

Wenn der Partner jetzt auch noch im Homeoffice ist, dann sollte man sich gut absprechen, zum Beispiel wann jemand Ruhe für eine Videokonferenz braucht.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be und patientenrat.be.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien