Verbrauchertipp: Sommerschlussverkauf fast wieder wie gewohnt

Die Coronavirus-Pandemie hat für viele das Leben ganz gehörig auf den Kopf gestellt. Das hat man letztes und auch dieses Jahr ganz kräftig zu spüren bekommen. Aber nicht nur die Cafés und Restaurants sowie andere Sektoren können sich über etwas Normalität freuen, sondern auch die Schnäppchenjäger. Im Gegensatz zum letzten Jahr kann der Sommerschlussverkauf wieder am 1. Juli beginnen. Das bedeutet auch, dass die Geschäfte Platz brauchen für ihre neuen Kollektionen. Und das ist nicht nur bei Textilien der Fall, sondern auch bei Möbeln und Elektrogeräten.

Sommerschlussverkauf Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Sommerschlussverkauf Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga

Ob sich etwas bei der Regelung zum Sommerschlussverkauf geändert hat, erklärt uns Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale.

Im Prinzip hat sich nichts geändert. Der Sommerschlussverkauf findet wie gewohnt vom 1. bis zum 31. Juli statt.
Fakt ist allerdings, dass nach wie vor Maskenpflicht in den Geschäften herrscht und die Verbraucher auch weiterhin die aktuellen Sicherheitsmaßnahmen beachten müssen, wenn sie einkaufen gehen. Das dürfte ja jetzt schon zur Gewohnheit geworden sein.

Was muss der Schnäppchenjäger beim Einkauf beachten?

Wichtig ist, dass die Schnäppchenjäger sich nicht von den hohen Rabatten täuschen lassen. Eine große Hilfe ist der Einkaufszettel.
Der Verbraucher sollte sich die Zeit nehmen die verschiedenen Preise und die Qualität der Ware miteinander zu vergleichen. Ein weiterer wichtiger Tipp ist, dass der Händler nur jene Waren für den Sommerschlussverkauf anbieten darf, die er im Geschäft hat.

Wenn es um den Sommerschlussverkauf geht, denken ja viele an Textilien und Mode. Aber der Schlussverkauf gilt auch für Elektronikartikel und Möbel.

Kann ich die Ware im Nachhinein wieder umtauschen, wenn ich zuhause feststelle, dass mein Tablet oder iPad nicht richtig funktioniert?

Zunächst muss unterschieden werden zwischen einem Umtausch, weil die Ware nicht gefällt oder nicht passt, und einer Reklamation, weil irgendein Defekt am Produkt oder ein Fehler bei der Ware aufgetreten ist.

Generell ist es so, dass Ware im Sommerschlussverkauf vom Umtausch ausgeschlossen ist und auch nicht aus Kulanz zurückgenommen oder umgetauscht wird.
Wenn aber ein zusätzliches Problem auftaucht, beispielsweise wenn das Tablet Macken hat, dann hat der Kunde selbstverständlich das Recht, dass der Händler das in Ordnung bringt – auch wenn es sich um ein Schnäppchen handelt.

Wie geht man am besten vor?

Man kontaktiert den Händler –  am besten geht man zurück zum Geschäft. Der Händler muss versuchen, die Ware zu reparieren oder er bietet ein Ersatzgerät an.
Wenn das nicht funktioniert, handelt man einen Preisnachlass aus oder der Händler gibt das Geld zurück.

Muss der Händler den alten Preis, bzw. den Referenzpreis zum Rabatt auf dem Etikett angeben?

Der Händler ist dazu verpflichtet! Er muss den Referenzpreis angeben. Es genügt nicht „minus 50 Prozent“ anzugeben. Laut Gesetz muss der betreffende Artikel vor dem Schlussverkauf während einer Dauer von 30 Tagen im Geschäft angeboten worden sein.

Bekleidungs-, Lederwaren und Schuhgeschäfte dürfen im Monat vor dem Sommerschlussverkauf keine reduzierte Ware anbieten.
Um dem Gesetz aber ein Schnäppchen zu schlagen, bieten manche Händler sogenannte Koppelungsgeschäfte an. Das heißt beispielsweise beim Kauf von 2 Hosen gibt’s einen Rabatt von 20 Prozent. Das ist wiederum völlig legal.

Also wer auf Schnäppchenjagd geht, sollte die Augen offenhalten.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien