Verbrauchertipp: Lebensmittel einfrieren: Was geht und was geht nicht?

Wer kennt das nicht: Das Essen war lecker, doch leider sind einige Reste übriggeblieben. Ein klarer Fall für den Kühlschrank und vor allem für die Gefriertruhe. Doch nicht jeder weiß genau Bescheid, welche Produkte sich wie lange in der Gefriertruhe halten.

Prall gefüllter Kühlschrank (Bild: Bildagentur PantherMedia / Andriy Popov)

Illustration: Bildagentur PantherMedia / Andriy Popov

Wie lange halten sich Lebensmittel im Gefrierfach?

Das hängt ganz davon ab, was man einfriert: ob es Gemüse, Fisch, Fleisch oder Backwaren sind. Die Haltbarkeit ist ganz unterschiedlich.

Wie lange ist Fleisch im Tiefkühlfach haltbar?

Fleisch sollte nicht länger als drei bis zwölf Monate aufbewahrt werden. Das will aber nicht heißen, dass Fleisch, das schon viel länger in der Tiefkühltruhe lagert, verdorben ist. Es hängt davon ab, wie es eingefroren worden ist. Wichtig ist vor allem, dass so wenig Luft wie möglich an das Gefriergut kommen sollte.

Und beim Fisch gelten dieselben Regeln?

Was das Einfrieren anbelangt: ja. Je fetter der Fisch ist, desto geringer die Aufbewahrungszeit im Gefrierfach. Das gleiche gilt auch für Fleisch. Denn das Fett wird nach längerer Zeit im Kühlfach ranzig. Deshalb sollten z. B. Lachsprodukte nur ein bis drei Monate aufbewahrt werden. Dagegen können Fische wie Scholle oder Zander sechs bis acht Monate in der Tiefkühltruhe bleiben.

Für viele hat die Erntezeit im Garten begonnen. Wie verhält es sich mit Gemüse und Obst?

Da gehen die Meinungen auseinander. Wer Gemüse selbst einfriert, kann mit einer Haltbarkeit von sechs bis zwölf Monaten rechnen. Wichtig ist, dass das Gemüse reif geerntet und gründlich gewaschen wird. Gewisse Gemüsesorten können blanchiert werden, müssen aber nicht. Die Verbraucherschutzzentrale hat einen ganz guten Ratgeber, wo genau drinsteht, welche Gemüsesorten blanchiert werden können oder müssen und auch wie lange. Obst lässt sich in der Regel besonders gut einfrieren. Beeren nehmen dann allerdings mehr Wasser auf. Für Obst gilt eine Haltbarkeit zwischen acht und zwölf Monaten.

Welche Lebensmittel sollten nicht ins Gefrierfach?

Torten oder Puddings, die mit Gelatine gemacht worden sind, denn durch die niedrigen Temperaturen geht die Bindekraft der Gelatine verloren. Dann hat man am Ende eine Art flüssige Suppe. Joghurt geht auch nicht, da er nach dem Auftauen flockig und ungenießbar wird. Kartoffeln sollten ebenfalls nicht roh eingefroren werden, denn nach dem Auftauen werden sie matschig und schmecken alles andere als gut. Und rohe Eier gehören auch nicht ins Gefrierfach, denn das Eiweiß wir dann gummiartig, zäh und schmeckt wässrig.

Worauf muss man achten, wenn man seine Hähnchenschenkel oder die Zucchinisuppe wieder auftauen will?

Wichtig ist, dass das Gefriergut langsam und schonend aufgetaut werden soll. Fleisch und Fisch sollten am Abend vorher aus der Tiefkühltruhe rausgenommen werden und dann im Kühlschrank aufgetaut werden. Bereits gekochte Speisen, die eingefroren wurden, sollten am besten direkt erhitzt werden. Denn je länger diese Speisen über Null gelagert werden, desto größer ist die Gefahr, dass sich Keime bilden.

Quelle: Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien