Verbrauchertipp: Internationaler Repair-Tag

Da besitzen Sie ein neues Handy und nach Ablauf der Garantiefrist von zwei Jahren gibt es seinen Geist auf. Der Akku will nicht mehr, ersetzen kann man ihn auch nicht und eine Reparatur ist nicht möglich.

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Illustrationsbild: © Bildagentur PantherMedia / kaowenhua

Viele Verbraucher würden ihr Smartphone gerne reparieren, aber Reparaturen werden immer teurer, schwieriger oder sogar unmöglich. Letztendlich wird ein neues gekauft. Am kommenden Samstag wird weltweit der internationale Reparatur-Tag gefeiert. In Belgien werben die Verbraucherschuzzentrale und die Vereinigung Repair&Share für eine Unterschriftenaktion. Im Fokus stehen vor allem Reparaturdienste und Werkstätten.

Es gibt eine ganze Reihe von Welttagen, warum ausgerechnet ein internationaler Tag der Reparatur?

Der International Repair Day wurde eingeführt, um die Wichtigkeit des Reparierens zu fördern. Das Problem bei kaputten Toastern, Smartphones oder Staubsaugern ist, dass sie oft im Müll landen. Das vergrößert nicht nur die Müllmenge, sondern auch die CO2-Emissionen und vergeudet jede Menge Energie und Ressourcen.

Warum stehen Reparaturdienste und Werkstätten in diesem Jahr im Fokus der Aktion?

Viele Produkte sind im Vorhinein so konzipiert, dass es sehr schwer ist, diese zu reparieren. Das Problem ist, dass die Reparaturen oft komplex sind, dadurch verlängert sich die Reparaturzeit und natürlich auch die Lohnkosten. Oft kommen noch lange Lieferzeiten von Ersatzteilen hinzu und das nicht nur seit Corona. All diese Ausgaben müssen die Reparaturdienste an den Verbraucher weitergeben, um überhaupt wirtschaftlich arbeiten zu können. Für den Verbraucher sind diese Kosten oft einfach zu hoch und er greift doch lieber zu einem neuen Gerät.

Was kann die Politik in diesem Fall tun?

Auf politischer Ebene ist Hilfe dringend notwendig. Es gibt auch schon viele Lösungsansätze, um Reparaturen attraktiver und günstiger zu machen. Manche Länder haben zum Beispiel Reparaturfonds eingerichtet, andere investieren in die Ausbildung neuer Fachkräfte oder haben eine Mehrwertsteuer-Senkung ins Spiel gebracht. All das wäre auch in Belgien möglich.

Was kann der Verbraucher tun?

Der Verbraucher kann diese Forderungen in diesem Fall mit einer Unterschriftenaktion unterstützen. Es geht auch darum, auf die prekäre Situation von Reparaturdiensten aufmerksam zu machen und ein Umdenken zu ermöglichen. Die Verbraucherschutzzentrale unterstützt diese Unterschriftenaktion. Die kann jeder auf der Website der Verbraucherschutzzentrale vsz.be anklicken und sich daran beteiligen.

Infos: Bernd Lorch, VSZ Ostbelgien