Verbrauchertipp: Aluminium ist praktisch, aber nicht ungefährlich.

Jeder kennt Aluminium: Alufolie, Alufelgen, Aluminium in Joghurtdeckeln, Getränkedosen, aber auch in Lebensmitteln, Kosmetik und Medizin. Auf der einen Seite bietet es viele Vorteile, auf der anderen aber auch Gefahren.

Verbrauchertipp: Aluminium

Jeder kennt Aluminium. Ein Werkstoff, leicht und formbar, der unseren Alltag wie selbstverständlich begleitet. Alufolie, Alufelgen, Aluminium in Joghurtdeckeln, Getränkedosen, aber auch in Lebensmitteln, Kosmetik und Medizin. Aluminium ist praktisch allgegenwärtig. Auf der einen Seite bietet es viele Vorteile, auf der anderen aber auch Gefahren.

Die Gefahren

Die Probleme fangen schon mit dem Ausgangsmaterial an: Bauxit. Dieses Erz wird größtenteils im Tagebau gewonnen. Hinzukommt, 90 Prozent der Bauxitvorräte lagern in den Tropen. Und da geht das Dilemma schon los, denn in den Hauptabbauländern wie Guinea, Jamaika, Indien und Brasilien wird für den Abbau auch Regenwald zerstört.

Das zweite Problem ist, dass die Aluminiumproduktion extrem umweltschädlich ist. Pro Tonne hergestelltes Aluminium verursacht zwischen ein und 6 Tonnen gefährliche Abfallprodukte, die dann oft in Flüsse weiter geleitet werden. Und drittens, Aluminium kann in höheren Dosen und über einen längeren Zeitraum hinweg unter anderem das Nervensystem schädigen

Ab wann ist denn Aluminium schädlich?

Wenn man den Gesundheitsexperten glauben darf, dann gibt es derzeit keine allzu großen Probleme: Die Mengen, die wir über Lebensmittel aufnehmen, überschreiten in der Regel nicht die Wertobergrenze. Aber das Ganze wird natürlich kritischer, wenn noch mehr Aluminium in den Körper gelangt. Das kann zum Beispiel über verschiedene Deo-Sorten geschen, die mit Aluminium angereichert sind.

Das kann aber auch über Aluminiumtöpfe geschehen oder Verpackungen, die mit Aluminium beschichtet sind, wenn die beispielsweise mit sauren, basischen oder salzigen Lebensmitteln in Berührung kommen. Wie gesagt, zu hohe Konzentrationen können das Nervensystem schädigen, aber auch Brustkrebs oder Alzheimer begünstigen.

Einsatz von Aluminium

Wir sind buchstäblich von Aluminium umgeben. Aluminium befindet sich bei Lebensmitteln größtenteils in den Verpackungen. Aber der Rohstoff ist enorm vielseitig einsetzbar: Aluminium findet man in Kochgeräten, wegen der guten Leitfähigkeit. Man findet ihn im Hausbau, Alufenster ist ja auch für jeden ein Begriff.

Wegen seines geringen Gewichts wird es auch in der Flugzeugindustrie, in der Eisenbahnproduktion oder in der Autoindustrie eingesetzt. Aluminium ist in Kosmetikartikeln zu finden, wie in Deoprodukten, aber auch in der Pharmazeutik, beispielsweise in Sodtabletten, die Sodbrennen verhindern sollen. Wir finden aber auch natürliche Spuren von Aluminium in Pflanzen und auch im Trinkwasser, allerdings in sehr geringen Dosen.

Die Palette, wo Aluminium vorkommt, ist sehr umfangreich.

Recyceln von Aluminium

Das einzig Gute: Aluminium ist vollständig recycelbar. Für die Produktion von so genanntem Sekundäraluminium ist nur fünf Prozent der Energie der Neuproduktion nötig. Was derzeit schwierig ist, Aluminium in Tetra-Packs zu recyceln. Diese Abfälle werden heute in der Zementherstellung benutzt oder verbrannt.

Tipps für die Verbraucher

So viel wie möglich auf Aluminium zu verzichten. Statt Alufolie am besten Brotboxen verwenden oder Tupperware. Jetzt fürs Grillen gibt es auch Grill-Schalen aus Edelstahl, die mehrfach verwendet werden können. Statt Produkte, die beispielsweise in Tuben angeboten werden, wie Senf oder Mayonnaise, dafür gibt es auch diese Produkte in Gläsern.

Bei Deos auf Aluminium verzichten. Das kann man auf der Zutatenliste entdecken. Statt Cola oder Bier in Getränkedosen, gibt es auch in Glasflaschen.

Also da gibt es schon eine Menge, wo man Aluminium einsparen kann. Ganz darauf verzichten wird wohl nicht hinhauen, aber man kann zumindest das Bewusstsein dafür schärfen und sein Bestes tun.

Mehr Infos auf vsz.be.

Text: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien, Foto: BRF

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