Verbrauchertipp: Reiseapotheke

Was gehört in eine Reiseapotheke und wie verhalte ich mich beispielsweise auf Fernreisen? Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale mit wichtigen Tipps.

Ferien am Strand

In wenigen Tagen beginnt die Urlaubszeit. Doch bevor es an einen warmen und sonnigen Ort geht, gehört nicht nur der Auto-Check oder das Kofferpacken zu den Vorbereitungen, sondern auch eine gut sortierte Reiseapotheke.

Reisen oder in Urlaub fahren, birgt immer ein paar Risiken: Da haben wir auf der einen Seite schon mal die Zeitverschiebung oder das ungewohnte Essen, das der eine oder andere Magen nicht verträgt und auf der anderen Seite haben wir ein erhöhtes Infektionsrisiko oder Krankheiten, die eine Gefahr darstellen können.

Ich will den Teufel jetzt auch nicht an die Wand malen, aber ganz wichtig ist zunächst einmal klarzustellen, wohin die Reise überhaupt geht. Es ist ein Unterschied, ob ich mit meiner Familie den Urlaub an der Nordseeküste verbringe, oder eine Trekking-Tour im Amazonas-Gebiet plane.

Die Reiseapotheke für den Süden

Zur Grundausstattung gehören zunächst einmal ein Desinfektionsmittel, sowie eine sterile Pinzette und eine saubere Schere. Dazu natürlich Pflaster und Mullbinden. Denn bei hohen Temperaturen und in Ländern, in denen hohe Desinfektionsgefahr herrscht, sollten kleinere Wunden unbedingt sofort desinfiziert werden.

Gegen Durchfall empfiehlt sich ein Desinfektionsmittel wie Immodium als so genannter „Sofortblocker“ und ein Mittel mit Heilwirkung auf Basis von Milchfermenten oder Kohletabletten. Mit einer guten Nahrungsmittelhygiene lassen sich Darminfektionen in vielen Fällen vermeiden.

Was zu beachten ist: Generell sollte man um Imbissständen in warmen Ländern einen größeren Bogen machen. Und da Leitungswasser häufig nicht genügend gereinigt ist, am besten Wasser nur aus Flaschen trinken. Und für Fernreisen lautet die Devise: „cook it, pell it or forget it!“. Also am besten nur gekochte oder gebratene Lebensmittel zu sich nehmen oder geschältes Obst oder Gemüse. Und wenn nicht, dann eben stehen lassen.

Nicht vergessen sollte man ein Schmerzmittel, wie Paracetamol, das gegen Kopf- oder Wundschmerzen hilft, aber auch gegen Entzündungen und Fieber. Und natürlich ein Fieberthermometer einpacken.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Im Prinzip kann jeder Urlauber durchaus Medikamente vor Ort kaufen. Aber der Einkauf könnte auch zu einem Lotteriespiel werden. Vieles scheitert nämlich schon an den Sprachbarrieren. Da sollte man schon die Landesprache recht gut beherrschen. Ist das nicht der Fall, dann besser hier vor Ort sich von einem Apotheker beraten lassen und die Reiseapotheke vor Antritt des Urlaubs fertig zusammen stellen.

Zunächst sollte ein jeder darauf achten, dass er seine persönlichen Medikamente eingepackt hat. Ich denke da zum Beispiel auch an homöopathische Mittel. Wenn jemand eine Reise in den Süden oder in ferne Länder antritt, dann sollte schon ein Check über die wichtigsten Impfungen gemacht werden, wie Tetanus, Polio und Diphtherie.

Auch Sonnenschutz und Salben gegen Insektenstiche und Sonnenbrand gehören in die Reiseapotheke und man sollte vor allem für Kleinkinder etwas vorsehen, wie Saft oder Zäpfchen gegen Übelkeit, Fieber- und Schmerzzäpfchen. Am besten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Weiter Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale, Illustrationsbild: Pascal Pochard-Casabianca (afp)

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