Album der Woche: „Snow“ von Angus & Julia Stone

Angus & Julia Stone mit ihrem Album "Snow". In der BRF-Lifeline (15-18 Uhr).

Angus & Julia Stone; Vertigo Berlin

SNOW setzt dort an, wo die Geschwister auf Vorschlag des Produzenten Rick Rubin für das selbstbetitelte Album aus dem Jahr 2014 begannen. „Damals haben wir angefangen, gemeinsam zu schreiben, im gleichen Raum. Ich denke, wir haben eine Seite aus diesem Kapitel mit auf die neue Platte genommen, nur, dass wir diesmal alle Songs auf der Platte zusammen geschrieben haben“, so Angus.

Das Video für die Single Snow unter der Regie von Onil Kotain wurde von Karim Sukarno produziert und ist so innig und mitreißend wie der Track selbst. Man sieht, wie Angus und Julia Stone durch die australische Wüste wandern, bis sie irgendwo im Nirgendwo auf eine Kneipe stoßen, in der es heiß hergeht. Als Songwriter und Künstler, erklärt Angus, „sehen wir eine Menge Dinge ähnlich, sie kommen nur auf unterschiedliche Weise aus unserem Kopf und Herzen. Wir haben gemeinsame Erinnerungen, aber unterschiedliche Wahrnehmungen, die das gemeinsame Schaffen sehr interessant machen.“Julia fügt hinzu: „Wir können über das Gleiche sprechen, aber die Art und Weise, wie wir darüber sprechen oder fühlen, unterscheidet sich. Ich glaube, das ist es, was es für uns so spannend macht, gemeinsam zu schreiben. Es gibt eine Basis, die uns verbindet. Aber es gibt eben viele verschiedene Arten, über diese Basis zu sprechen.“ Die ersten Noten von Snow packen den Zuhörer sofort. Die Gitarre klingt wie eine kratzige, hölzerne Erinnerung, die sich über einen Moment der Stille legt. Der sanft treibende Orgelbeat steigt auf und nimmt den Zuhörer mit auf die nächste bezaubernde Reise des Bruder-Schwester-Duos. „Running from the start, here we are again“, singt Julia. „Running from the start, here we go again“, lautet die Antwort ihres Bruders.

Chateau ist ein Song über die pure Zufriedenheit im Hier und Jetzt. Nothing Else To Do gleicht einer umwerfenden akustischen Brise –„There’s nothing else to do here but fall into your arms“, singen Angus und Julia in müheloser Harmonie.
Der Titel von Cellar Door ist dem Film Donnie Darko entliehen. Er handelt vom intensiven persönlichen Erleben der Beerdigung des Großvaters der beiden Geschwister. Auf My House Your House zeichnen sie mit einem Call-and-Response-Groove einen gemeinsamen Ort aus verschiedenen Blickwinkeln.

 

Infos & Cover: Vertigo Berlin

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