Verbrauchertipp zu Karneval: Schminke ist nicht gleich Schminke!

Schminke, Perücken und Kostüme können mit schädlichen Substanzen die Haut reizen. Wenn dann Juckreiz, Pickel und Pusteln auftreten, kann das schon mal die Stimmung ein bisschen trüben. Bernd Lorch von der Verbraucherschutzzentrale sagt, was man beachten sollte. Alaaf!

Karnevalsumzug in St. Vith 2017 (Foto: BRF)

Karnevalsumzug in St. Vith 2017 (Foto: BRF)

Schminke

Also wenn es um die Schminke geht, dann auf jeden Fall zunächst mal die Zutatenliste studieren. Denn es kann ja sein, dass der eine oder andere mit Allergien zu kämpfen hat und dann lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste. Die Inhaltsstoffe sind meist auf der Verpackung eines Produkts unter dem Begriff „Ingredients“ zu finden.

Bei kleinen Tigeln und Tuben sowie manchen Stiften müssen die Händler die Informationen über die Inhaltsstoffe am Verkaufsregal bereitstellen. Und wer diese Informationen nicht findet, der sollte im Geschäft einfach nachfragen. Also die Zutatenliste gibt Auskunft, ob es sich um Naturkosmetik handelt oder Schminke auf Paraffinenbasis, mit Silikonen oder anderen synthetischen Inhaltsstoffen.

Nehmen wir zum Beispiel Schminkfarbe- oder töpfe aus dem Naturkosmetikregal. Diese Substanzen sind meist auf Wasserbasis gemacht worden. Die gibt es in vielen Farbtönen einzeln oder als kompletter Malkasten. Sie werden mit Pinsel oder Schwamm aufgetragen und das besondere daran ist, dass diese Art von Schminke – also auf Wasserbasis – nicht die Hautporen abdichtet, im Gegensatz zu herkömmlicher Schminke die auf Paraffinbasis hergestellt worden ist.

Da bekommt man einfach weniger Pickel und Mitesser von. Die ist dann weniger schädlich – würde ich mal sagen.

Maske

Viele Masken – so richtige Monstermasken – wurden aus einem weichen Kunststoff hergestellt. Und da sind in der Regel jede Menge Weichmacher drin zu finden. Sollte die Maske ziemlich stark nach Chemie oder Kunststoff riechen, dann am besten einfach im Regal liegen lassen.

Denn man hat ja so ein Ding schon einige Stunden lang auf dem Kopf, bzw. vor’s Gesicht …und eine solche Maskierung stundenlang zu tragen und deren Dämpfe einzuatmen, ist nicht besonders empfehlenswert. Eine prima Alternative sind Masken aus Pappmaché, aber die sehen dann vielleicht manchmal nicht so cool aus. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Vampiraugen oder Spaßlinsen

Klar solche Spaßlinsen oder auch Vampiraugen, damit lassen sich schon so richtige dramatische Effekte erzielen. Wichtig ist hier vor allem die richtige Hygiene, ganz einfach um Infektionen der Augen zu vermeiden. Kontaktlinsenträger wissen das ohnehin.

Man darf nicht vergessen: Farben und Muster machen die Linsen luftdicht und dadurch kann die Hornhaut des Auges durch den Sauerstoffmangel bei längerem Tragen aufquellen, sich vergrößern. Das kann die Sehfähigkeit beeinträchtigen. Am besten solche Linsen nur kurze Zeit tragen.

Und wer schmale Linsen in Katzenaugenoptik trägt, sollte vor allem kein Auto fahren, da es das Sichtfeld beeinträchtigt.

Kostüme

Im Straßenkarneval kann es ja schon mal ziemlich heiß hergehen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Wir dürfen nicht vergessen, dass solche Perücken oder Kostüme von der Stange in der Regel aus Kunststoff gefertigt sind – etwa aus Polyester und Nylon. Und das Zeug brennt wie Zunder. Also da muss man schon drauf achten, dass man zu Funken und Flammen einen Sicherheitsabstand einhält.

Und wichtig ist auch, aber das brauche ich nicht groß hier zu erzählen: Unter den Kostümen eine Leggings oder Hose und ein T-Shirt tragen, vielleicht auch etwas mehr, je nachdem wie der Wettergott jetzt am Wochenende daherkommt. Das schützt nicht nur die Haut vor den Kunststoffmaterialien, sondern hält auch noch warm.

Weitere Infos finden Sie auch im Netz unter vsz.be.

Infos: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale, Foto: BRF

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