Das Weihnachsmuseum am Mozartplatz in Salzburg

Schon in ihrer Kindheit war Ursula Kloiber vom Weihnachtsfest begeistert. Der aufwändige Baumschmuck ihrer Großmutter hatte es ihr angetan. BRF-Reporter Horst Senker hat sich von der Begeisterung der Sammlerin und Museumsleiterin anstecken lassen.

Ursula Kloiber, Leiterin des Weihnachtsmuseums Salzburg (Foto: Horst Senker, BRF)

Ursula Kloiber, Leiterin des Weihnachtsmuseums Salzburg (Foto: Horst Senker, BRF)

Den prächtig geschmückten Jugendstilbaum, Weihnachtspost aus der Zeit um 1900, ein aufwändig dekoriertes Wohnzimmer aus der Gründerzeit. Christbaumanhänger aus Watte und Wachs, Flittergold und leonische Drähte, Backformen  und Wunschzettel, das alles und noch viel mehr lässt sich bestaunen im Weihnachtsmuseum in Salzburg bei Ursula Kloiber, einer der größten Sammlerinnen ihrer Art auf der ganzen Welt.

Sie sammelt seit nahezu fünfzig Jahren Weihnachtsobjekte aus Deutschland und Österreich, aus der Zeit von 1840 bis 1940. Das Schillernde, schrill Leuchtende und Überbordende sucht man in Ursula Kloibers Museum vergeblich. Sie hat ein Faible für das Dezente, sorgfältig ausgesuchte Detail, mit eigener Patina und Geschichte.

Dabei geht es nicht um das religiöse Weihnachten, sondern eher um das profane. „Denn beim Weihnachtsschmuck gibt es so gut wie keine christlichen Themen“. In den 50 Jahren ist Ursula Kloiber das Sammeln nicht langweilig geworden, denn von Wiener Werkstätten-Postkarten, Weihnachts-Kinderbüchern, Christbaumschmuck und Krampussen – ihren Lieblingsobjekten, den Begleitern des Nikolaus – hat sie alles zusammengetragen, für den kleineren oder größeren Geldbeutel. Da spielt auch die Zeit keine Rolle, wenn es ein bestimmtes Sammlerstück – wie zum Beispiel eine Puppenstube – sein musste.

Schon längst hat Ursula Kloiber dafür gesorgt, dass ihre Sammlung auch in Zukunft in guten Händen bleibt. Ihre 14 Enkelkinder sammeln auch schon fleißig. Eine gute Nachricht für die vielen Besucher, die nicht nur zur Weihnachtszeit das Museum bestaunen.

Infos und Foto: Horst Senker

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