Klick sicher: Umgang mit virtuellen Währungen

Wer in diese Währungen investieren möchte, sollte sich gewisser Risiken bewusst sein. Auf diese Risiken geht der BRF1-Klick-sicher-Experte Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen ein.

www.coinbase.com

Vorsicht beim Investieren in virtuelle Währung

Viele fragen sich natürlich, ob es sich lohnt, in diese oder jene virtuelle Währung zu investieren. Die Frage stellt sich gerade im Moment, wo das Sparbuch fast keine Zinsen mehr bringt. Vielleicht hat bereits ein Freund, Kollegen oder Bekannter erzählt, dass er mit solch einer Geldanlage Gewinne erzielt hat. Hier können wir einige Tipps in Bezug auf die Sicherheit geben.

Sollten Sie zufällig Angebote zu solchen Investitionen per Mail erhalten haben, seien Sie vorsichtig, denn auch Cyberkriminelle nutzen den momentanen Hype um Anleger zu betrügen. Von dubiosen Angeboten, bei denen im Voraus Unkosten zu zahlen sind, bitte besser die Finger lassen.

Zuerst einmal soll man sich im Klaren sein, dass diese Währungen – wie der Name es schon sagt – virtuell sind. Das bedeutet, dass man keine Scheine oder Münzen in der Hand halten kann. Der Handel mit solchen Währungen ist zudem höchst spekulativ und man sollte über ein gewisses Fachwissen verfügen, um sein Kapital nicht in den Sand zu setzen. Hinzu kommen erhebliche Kursschwankungen, die am Tag bis zu 30% betragen können. Alle Bewegungen sind öffentlich und transparent, trotzdem gibt es kein Kontrollorgan oder eine Überwachung der Geldflüsse.

Wo befindet sich das virtuelle Geld?

Wie traditionelles Geld muss auch das virtuelle Geld irgendwo aufbewahrt werden. Dies geschieht hier nicht etwa bei einer Bank, sondern in einem digitalen Wallet, sozusagen einer digitalen Brieftasche.

Falls Sie sich entscheiden sollten, in virtuelle Währungen zu investieren, suchen Sie als Anfänger am besten eine bekannte Plattform auf, wie z.B. „Coinbase“, die ihr Wallet aufbewahrt. Diese Anbieter verfügen über verschiedene Sicherheitsstandards zur Sicherung Ihres Guthabens und zur Authentifizierung. Für diesen Service müssen Sie jedoch eine gewisse Gebühr bezahlen.

Ein Risiko bleibt trotzdem bestehen. Ihr Geld ist virtuell und so befindet sich das Wallet in digitaler Form irgendwo auf einem Server des Anbieters. Falls dieser Opfer eines Hackerangriffs wird, können Sie alles verlieren. Deshalb ist es angeraten, Ihre digitale Brieftasche vernünftig zu sichern und den generierten privaten Schlüssel, den sogenannten „Private key“, an einem sicheren Ort aufzubewahren.  Er besteht aus einer zufälligen Sequenz aus Buchstaben und Zahlen. Er ist derjenige, der über den Besitz und Nutzung der virtuellen Währung entscheidet.

Link: coinbase.com

Infos: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen, Bild: Screenshot www.coinbase.com

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