Klick sicher: Jugendliche als Geldesel rekrutiert

Febelfin, die Föderation des Finanzsektors, hat auf das Rekrutieren von Geldeseln aufmerksam gemacht. Davon sind vor allen Dingen Jugendliche betroffen. Unser Klick-sicher-Experte Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen erklärt, wie diese Geldesel-Methode funktioniert.

Jugendlicher (Foto: BRF)

Febelfin

Bei Febelfin handelt es sich um die Föderation des Finanzsektors in Belgien. Sie vertritt die Interessen der großen belgischen Banken und aller anderen Finanzinstitute und ist damit auch sozusagen deren Sprachrohr. Febelfin hat nun Anfang des Jahres mit einem Artikel darauf aufmerksam gemacht, dass man immer häufiger versucht, Jugendliche als Geldesel zu rekrutieren.

Geldesel

Das sind Personen, die für Geld ihr Bankkonto zur Verfügung stellen. Meist wissen die Opfer nicht, dass es sich bei den anschließenden Einzahlungen um illegale Finanztranskationen handelt, die aus einer Straftat stammen.

Laut Febelfin werden immer mehr Jugendliche auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und via Messenger wie Whatsapp oder Snapshat aber auch im realen Leben angesprochen. Dabei werden sie gefragt, ob sie gerne etwas Geld verdienen möchten. Diese Personen haben kriminelle Absichten und möchten mit Hilfe eines fremden Bankkontos die eigenen Spuren verwischen.

Laut Febelfin ist die Gefahr real, denn die direkte Kontaktaufnahme zu Jugendlichen kommt immer häufiger vor. Was von ihnen verlangt wird, ist relativ simpel: Sie müssen ihr Bankkonto der Person zur Verfügung stellen, indem sie ihre Bankkarte und den PIN-Code übergeben. Als Belohnung sollen sie einen Teil der überwiesenen Summe behalten können, ein Versprechen, dass auch oftmals nicht eingehalten wird. Noch schlimmer: Die Bankkarte wird zurückgehalten. Von den illegal erworbenen Geldern kaufen die Kriminellen dann Gutscheine im Internet oder investieren in Online Casinos. Dies erschwert die Rückverfolgung der Gelder noch zusätzlich.

Einmal als Geldesel missbraucht versuchen die Cyberkriminellen die  Jugendlichen weiter für ihre illegale Machenschaften zu missbrauchen, notfalls mittels Drohungen oder Erpressung. Die Minderjährigen riskieren dabei so Einiges: Sie machen sich der Geldwäsche strafbar, es könnten aber auch noch Schadensersatzforderungen und sonstige Kosten auf sie bzw. ihre Eltern zukommen. Es ist also umso wichtiger, auf die fatalen Folgen aufmerksam zu machen.

Ratschläge

  • Sprechen Sie mit ihren Kindern über dieses Thema und die damit verbundenen Risiken.
  • Anfragen solcher Art sollten Ihre Kinder prinzipiell ablehnen.
  • Erinnern Sie Ihre Kinder daran, fremden Personen niemals Bankkarte und PIN anzuvertrauen.
  • Melden Sie das Profil einer Person, die eine solche Anfrage an Jugendliche richtet.

Links

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Infos: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen, Foto: BRF

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