Klick sicher: Fake News erkennen

Wie wir alle wissen, stehen am 26. Mai Wahlen an. Wieder ein Grund mehr, auf das Problem der “Fake News” aufmerksam zu machen. Der BRF1-Klick-sicher-Experte Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen gibt einige Tipps, die bei der Enttarnung von Falschmeldungen helfen können.

Fake News (Illustration Pixabay)

Fake News, also Falschnachrichten, sind weiterhin eine Plage im Internet. Gerade jetzt, wo die Parteien in Belgien sich auf die Wahlen vorbereiten, ist auch das Thema “Fake News” wieder aktuell.

Drei Kategorien Falschmeldungen

Bei Falschmeldungen unterscheiden wir grundsätzlich drei Kategorien:

  • Die Fake Hoax Webseiten, die absichtlich nicht humoristische News verbreiten, mit dem Ziel leichtgläubige Leser zu täuschen.
  • Clickbait Seiten, die greifen zwar eine Geschichte mit einem wahren Kern auf, verfälschen bzw. dramatisieren diese. Solch ein Vorgehen wird auch „Klick-Köder“ genannt.
  • Satireseiten dienen allein zur Unterhaltung und verbreiten meist abstrakte News. Solche Seiten sind in fast allen Fällen eindeutig als Satire gekennzeichnet.

Enttarnung von Falschmeldungen

Falschnachrichten, die sich als News ausgeben, kann man aber mit ein paar Tricks schon selbst enttarnen.

Kann das sein? 

Zuerst sollte man sich die Frage stellen, ob diese Meldung überhaupt wahr sein kann. Ein übertriebener Aufmacher, der es nur darauf abgesehen hat, angeklickt zu werden und eine überspitzte Darstellung können bereits Hinweise sein.

Wer behauptet sowas? 

Ebenfalls prüfen sollte man die Quelle dieser Nachricht, die Beschreibung des Autors und das Impressum des Blogs oder der Nachrichtenseite. Bei fehlenden Angaben ist die Quelle als wenig glaubwürdig einzuschätzen. Außerdem ist eine renommierte Presseseite von einer politischen Propagandawebseite oder einem Meinungsblog zu unterscheiden.

Schreiben andere das auch? 

Findet man die gleiche Meldung auch auf anderen Seiten, dann scheint diese schon eher der Wahrheit zu entsprechen, ist das nicht der Fall, ist sie suspekt. Handelt es sich aber bei den gefundenen Meldungen um ein sogenanntes “Copy-Paste” mit demselben Inhalt, wurde die Meldung aus journalistischer Sicht nicht recherchiert.

Bildersuche 

Wird der Artikel mit harten Bildern noch verstärkt, sollte man die Suchmaschine „Google Bilder“ nutzen. Mit Hilfe der sogenannten “Rückwärtssuche” kann man feststellen, ob die Bilder mit anderen oder ähnlichen Meldungen in Verbindung stehen. Hier kann sich eventuell herausstellen, dass das Bild älter ist und gar nicht zur Story passt. Eventuell kann auch eine Bildersuche auf Tineye oder Yandex Aufschluss geben.

Unser Tipp zu diesem Thema ist ganz einfach: Sollte die Nachricht nicht aus einer glaubwürdigen Quelle stammen, ist sie kritisch zu betrachten. Jedenfalls sollte man nicht alles glauben und teilen, was im Internet zu lesen ist.

Links

surferensecurite-light.pdf

 

 

Infos: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen

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