Klick sicher: Ein Netz voller Lügen

Es ist eigentlich eine Binsenwahrheit: Das was im Internet zu lesen ist, entspricht nicht immer der Wahrheit. Daher sollte man nicht alles glauben, was im Web steht, vor allen Dingen, wenn es sich nicht um vertrauenswürdige Medienportale handelt. Ein Beitrag des BRF1-Klick-sicher-Experten Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen.

Ein Netz voller Lügen (Screenshot)

Ein Netz voller Lügen (Screenshot)

Sie sind auf Youtube, Instagram, Facebook & Co. Die Rede ist von Fake News, Propaganda und Desinformation. Ziel ist es, Wahrheiten zu verzerren, Gerüchte zu verbreiten und Misstrauen zu schüren. Gerade jetzt zu Zeiten von Corona blühen die Verschwörungstheorien nur so auf. Was können wir gegen Falschmeldungen tun und wie sind sie zu erkennen?

Selbstcheck

Die erste Frage, ob die vorgefundene Information korrekt ist, lautet: Wie verlässlich ist diese Quelle, wer ist der Autor und gibt es Informationen über den Betreiber des Webportals?

Ein weiterer Check besteht darin, die Schlagwörter mit geläufigen Suchmaschinen zu recherchieren. Falls an der Meldung was dran ist, werden auch bekannte Medien darüber berichten oder als Falschmeldung entlarven. Wie so oft ist aber eine Nachricht eine Sache der Interpretation. Hat der Verfasser etwas falsch verstanden oder besteht Raum für Spekulationen?

Faktenchecker

Einige Webseiten haben sich der Wahrheitsfindung verschrieben. Im deutschsprachigen Raum ist die österreichische Initiative „Mimikama“ wohl die bekannteste. Bei deutschsprachigen Meldungen wird hier schnell aufgeklärt, ob es sich um ein Hoax handelt oder nicht.

Der Radiosender SWR hat ein Spiel mit dem Namen „FakeFinder“ entwickelt, wobei der Teilnehmer zwischen Wahrheit, Fake und Satire unterscheiden soll. Hier werden viele echte Themen aus dem Netz behandelt, eine Teilnahme lohnt sich.

Bilder und Videos

Manche Fälschungen lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen. Beispielsweise dann, wenn eine Person in einer Gruppe, im Gegenteil zu den anderen, keinen Schatten wirft oder Belichtung und Kontrast nicht übereinstimmt. Besondere Vorsicht ist bei Bildern mit vorgehaltenen Schildern geboten. Auf einem weißen Hintergrund ist es ziemlich leicht, einen freien Text einzufügen.

Um die Echtheit eines Videos zu prüfen, hat Amnesty International eine Rückwärtssuche auf seinem US-Portal eingerichtet. Nach Eingabe der URL zu einem Youtube-Video erhält man ein Ergebnis mit ähnlichen Videos und kann somit verfälschte Videos aufspüren.

Links

Mimikama:
https://www.mimikama.at/

Correctiv:
https://correctiv.org/

SWR Fakefinder:
https://swrfakefinder.de/

 

Infos und Screenshot: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150