Klick sicher: Jahresrückblick 2019-2020

Wie jedes Jahr gibt es auch in diesem Jahr einen Jahresrückblick, dies zum achtjährigen Jubiläum der Sendung. Was ist in Ostbelgien in den letzten zwölf Monaten in punkto Cybersicherheit geschehen? Das hat der BRF1-Klick-sicher-Experte Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen zusammengefasst.

Klick-sicher-Experte Danny Loos, Hauptinspektor bei der Föderalen Kriminalpolizei Eupen / RCCU - Regional Computer Crime Unit

Klick-sicher-Experte Danny Loos, Hauptinspektor bei der Föderalen Kriminalpolizei Eupen / RCCU - Regional Computer Crime Unit (Bild: BRF)

SMS-Phishing

Wir haben immer wieder vor Phishing-Mails gewarnt. Diese sind nach wie vor ein Problem. Die Betrüger sind aber immer weniger erfolgreich und haben deshalb ein neues Medium gefunden: die Kurznachrichten oder “SMS” genannt. Auch in Ostbelgien gab es viele Phishing-Versuche per SMS, die auf dem Smartphone landeten. Vor allen Dingen eine SMS mit der Nachricht, dass das Bankkonto gesperrt wurde und man die Angaben neu eingeben musste, verunsicherte viele Nutzer. SMS-Phishing ist also bei den Betrügern der neue Trend.

Falsche Microsoft Mitarbeiter

Auch in diesem Rückblick ist die Betrugsmethode des falschen Microsoft Mitarbeiters erwähnenswert, weil sich weiterhin Geschädigte diesbezüglich gemeldet haben und von falschen Mitarbeitern angerufen worden sind. Dieser Art von Betrug hält nunmehr schon mehrere Jahre an.

Romantikbetrug

2019 und 2020 waren auch die Romantikbetrüger weiterhin aktiv. Bei diesem Betrug suchen die Cyberkriminellen aktiv nach Opfern, um diese dann emotional an sich zu binden. Ist dies gelungen, werden finanzielle Notsituationen vorgetäuscht, wobei die Betrüger um Hilfe bitten. Mit dieser Methode werden so oftmals hohe Summen ergaunert.

Erpresser-Mail

In den vergangenen Monaten waren zahlreiche Mails im Umlauf, die ihre Empfänger in Angst versetzte, gab der Absender sich doch als Hacker aus, der im Besitz von sensiblen Daten des Opfers sei. Um sein Schweigen zu erkaufen, verlangte er ungefähr 2.000€ in Bitcoin. In manchen Mails wurde sogar ein Passwort genannt, dass die Empfänger in der Vergangenheit effektiv genutzt hatten.

Investitionsbetrug

Die Werbeanzeigen auf den sozialen Netzwerken sind auf den Nutzer abgestimmt. Mancher neigt dazu, auf die Anzeige zu klicken. Investitionen in kryptischen Währungen versprechen dabei hohe Gewinne. Die Cyberkriminellen locken so private Investoren, die zu Beginn auch kleinere Gewinne auf ihrem virtuellen Konto verzeichnen können. Nachdem das Opfer dazu verleitet wird, immer mehr Geld zu investieren, ist die Webseite plötzlich verschwunden und das virtuelle Geld natürlich auch.

Angebliche Umfragen

Umfragen sind nicht unüblich und haben mehr Chancen, wenn man etwas gewinnen kann, vor allen Dingen dann, wenn es sich um ein teures Smartphone handelt. So konnten manche Opfer angelockt werden, die dann lediglich ein paar Euro Versandkosten bezahlen sollten. Als einzige Möglichkeit stand jedoch nur die Kreditkarte zur Auswahl. Bei den Opfern wurde dann eine wesentlich höhere Summe abgebucht und das Smartphone bekamen die Opfer nie zu Gesicht.

Datenskandale

Auch 2019 und Anfang 2020 blieb das Internet nicht von Datenskandalen verschont. So wurde bekannt, dass Daten ohne Zustimmung weiterverkauft wurden oder dass Unternehmen Kundendaten abhandengekommen sind. Andere Firmen sind in Kritik geraten, weil sie sich nicht an die Europäischen Datenschutzverordnungen halten.

Infos: Danny Loos, Föderale Kriminalpolizei Eupen

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