Klick sicher: Vorsicht bei Amazon Marketplace

Während der Corona Pandemie sind die Menschen dazu übergegangen, ihre Waren oftmals online zu bestellen. Dieser Trend setzt sich mittlerweile fort. Beliebt wie eh und je ist dabei Amazon. Dass dort nun auch Betrüger fette Beute, wittern ist nur logisch.

Online Shopping (Foto: Pixabay)

Online Shopping (Foto: Pixabay)

Wie viele Nutzer bereits wissen, bietet Amazon nicht nur selbst Waren an, sondern auch fremde Händler auf dem sogenannten Marketplace. Dort wird auch so mancher Schnäppchenjäger fündig, da dort dasselbe Produkt eventuell günstiger angeboten wird. Doch das vermeintliche Schnäppchen kann auch zum Albtraum werden. Meist setzen die Kriminellen auf beliebte Ware, wie z.B. E-Bikes oder teure Smartphones, welche der Händler aber gar nicht besitzt. Man spricht hier von Fake-Ware. Die Methode der Betrüger ist im Grunde genommen einfach erklärt.

Wie läuft das ganze ab?

Zuerst einmal werden bestehende Konten gekapert und die Profilbeschreibung abgeändert. Darin steht nun, dass man vor der Bestellung bei Amazon, per E-Mail-Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen soll. Kommt man der Aufforderung nach, wird man in einem schlechten Deutsch gebeten, seine persönlichen Daten mitzuteilen. Der Interessent erhält anschließend eine Transaktionsbestätigung per E-Mail, die so aussieht, als käme sie direkt von Amazon. In Wirklichkeit hat der Betrüger diese gefälscht und ein Konto im Ausland angegeben, worauf die Summe überwiesen werden soll. Schließlich tätigt das Opfer die Überweisung auf das angewiesene Konto, erhält aber keine Ware. Bei diesem Kauf wurde der Kunde hinters Licht geführt und so die eigentliche Kaufabwicklung von Amazon umgangen. Die Opfer ahnen meist nichts, da der Verkäufer auch noch mit guten Bewertungen aus früheren Verkäufen einen guten Ruf hat.

Welches sind die Anzeichen für einen möglichen Betrug bei Amazon Marktplace?

– die angebotene Ware ist ungewöhnlich günstig

– der Verkäufer gibt in seinem Profil an, dass man zuerst mit ihm via Mail Kontakt aufnehmen soll

– die Geldüberweisung wird nicht über Amazon getätigt und soll zudem noch auf ein ausländisches Konto erfolgen

Übrigens: Der Amazon-Käuferschutz genannt „A-bis-Z Garantie“ gilt nur, wenn die Transaktion vollständig über die Amazon-Plattform abgewickelt wurde. So sind die meisten Geschädigten bei dieser Masche nicht geschützt und sehen ihr Geld vermutlich nicht mehr wieder.

Link

https://www.onlinekosten.de/news/amazon-marketplace-so-tricksen-betrueger-kunden-aus_222966.html

Infos: Danny Loos, RCCU