Klick sicher: Anruf von Microsoft

Seit 2013 treiben Cyberkriminelle ihr Unwesen und geben sich am Telefon für Mitarbeiter von Microsoft aus. Gerade in Corona-Zeiten, wo die Menschen mehr zu Hause sind, hat diese Betrugsmethode erneut Hochkonjunktur.

Illustrationsbild: Stephan Engler/Belga

Illustrationsbild: Stephan Engler/Belga

Wie funktioniert der Betrug?

Das Internet ist voll von Warnungen vor den Betrügern, die meist von Indien aus operieren und auch bei uns in Ostbelgien ihre Opfer suchen. Dabei versuchen sie auf professionelle Art und Weise ihre auserwählten Opfer in englischer Sprache davon zu überzeugen, dass es ein schwerwiegendes Problem mit dem PC des Nutzers vorliegt. Der PC habe Nachrichten an Microsoft versandt und dafür würde man jetzt angerufen heißt es dann. Die Kriminellen reden oft von Viren oder Trojanern, die den Windows PC befallen haben sollen.

Der Anrufer klingt sehr überzeugend

Meist wird man dann an einen angeblichen Techniker weitergeleitet, der das Problem beheben soll. Er möchte dann auch einen Rettungsversuch per Telefon starten. Hierfür muss das Opfer ein kleines Tool herunterladen oder eine Webseite besuchen, welche eine Fernzugriff ermöglicht. Folgt man diesen Anweisungen, hat man die Kontrolle über den PC verloren. Was der Techniker jetzt macht, kann man nicht mehr nachvollziehen, er manipuliert mehrere Systemeinstellungen und verändert Daten. Anschließend wird dem Opfer ein Wartungsvertrag aufgeschwatzt, damit solche Probleme in Zukunft nicht mehr geschehen.

Der Betrüger begleitet die Person anschließend durch einige Fenster, wo sie nach und nach ihre Debitkarten Nummer und Codes eingeben soll, die sie mit ihrem Kartenleser ausgerechnet haben. Damit können die Betrüger in ihrem Namen Gutscheincodes in beliebiger Höhe bestellen. Meist ist der abgezogenen Summe viel höher als mündlich am Telefon vereinbart.

Hier einige Ratschläge:

  • Microsoft ruft Kunden nicht über Telefon an! Seien sie deshalb besonders misstrauisch. Am besten legen sie auf.
  • Laden sie keine unbekannte Software herunter und installieren sie diese auch nicht!
  • Geben sie Kartennummern und Codes aus dem Kartenleser NIEMALS an Dritte weiter.

Infos: Danny Loos, RCCU