Klick sicher: Nigerianischer Betrug

Weshalb heißt der Betrug "nigerianisch" und nach welchem Schema läuft er ab? Internet-Experten der Föderalen Polizei Eupen erklären die Fallstricke der digitalen Welt.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Ihr Name ist Marie Laure Kouakou und sie benötigt Ihre Hilfe. Aber wieso kontaktiert sie Sie per Mail? Sie und ich, wir haben sicherlich schon Mails von Personen aus Afrika erhalten.

Nachdem die Person uns ihre persönliche Situation schildert, gibt sie an, über sehr viel Geld zu verfügen. Sie erklärt, dass dieser Geldbetrag auf einem Konto liegt oder in bar in einem Koffer bei einem Schließfachunternehmen hinterlegt ist.

Aufgrund ihrer persönlichen Situation hat sie keinen Zugang zum Konto oder zum Schließfach. Sie bittet Sie um Hilfe, um somit an ihr Geld zu kommen. Selbstverständlich werden Sie für Ihre Unterstützung bezahlt! Hiermit will man Sie ködern.

Diese Technik nennt man „Nigerianischer Betrug“, da der Ursprung in Nigeria liegt. Seit geraumer Zeit wird diese Technik exportiert. Zu Beginn waren die Mails in englischer Sprache verfasst, heutzutage sind sie auf Französisch. Man geht davon aus, dass die Elfenbeinküste Dreh- und Angelpunkt dieser Aktivitäten ist. Meist wird in den Mails die Hauptstadt der Elfenbeinküste ‘Abidjan’ erwähnt.

Und die Täter:

  • sind immer identisch (Ex-Frau von, Sohn von, Colonel von, Bruder von, usw.)
  • sind alle im Besitz einer hohen Geldsumme (oder besitzen Diamanten, Gold, usw.)
  • bitten Sie um Ihre Hilfe und bieten im Gegenzug dafür einen Teil des Geldbetrags an

Diese Mails haben alle eines im Sinn: Sie sollen Ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.

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Patrick Schumacher, Föderale Polizei Eupen

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