Klick sicher: Wie harmlos sind SMS?

Internet-Experten der Föderalen Polizei Eupen erläutern die Fallstricke der digitalen Welt: In der zweiten Ausgabe unserer Rubrik “Klick sicher” erklärt Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei, dass nicht jede SMS harmlos ist.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Internet-Experten der Föderalen Polizei Eupen erläutern die Fallstricke der digitalen Welt: In der zweiten Ausgabe unserer Rubrik “Klick sicher” erklärt Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei, dass nicht jede SMS harmlos ist.

Danny Loos

Danny Loos

Sie sind auf der Suche nach einem Programm zur Wartung Ihres Betriebssystems. Sie werden aufgefordert, die Zahlung per SMS vorzunehmen. Ist so etwas möglich?

Ein Hörer schrieb mir Folgendes: Ich habe das Programm „CC Cleaner“ zur Optimierung von Windows heruntergeladen – und per SMS bezahlt.

Ich versuchte, das Programm dank des Codes, den man mir zuschickte, zu aktivieren, aber ich erhielt jedes Mal eine Fehlermeldung. Unmöglich das Programm zu installieren. Was kann ich tun? Wie kann ich mein Geld zurückerstattet bekommen?

Dieser Hörer hat sicherlich auf einen Werbebanner der Suchmaschine geklickt und ist einem Link gefolgt. Leider ist der Hörer auf einen Betrug hereingefallen. Die Chancen, sein Geld zurückzuerhalten, sind gleich Null.

Hinter diesem Link steckt ein Mittelsmann, der mit dem Herausgeber des betreffenden Programms nicht das Geringste zu tun hat. Dieser Mittelsmann macht sich die Unwissenheit der Internetnutzer zu Nutze, um diesen Geld abzuknöpfen. Ist das Programm erst einmal heruntergeladen, wird der Internetnutzer aufgefordert, eine SMS zu senden, um so den Aktivierungscode zu erhalten, den er ebenfalls per SMS erhalten soll. Diese Nachrichten sind natürlich überteuert und können bis zu zwei Euro kosten.

Jetzt sagen Sie vielleicht, dass das ja nicht besonders viel Geld ist, aber multiplizieren Sie mal. Wie viele Internetnutzer gibt es nicht, die Opfer von Betrügern werden?! Hinter diesen verstecken sich Briefkastenfirmen, die die Lücken in den Gesetzgebungen jener Länder, in denen sie angesiedelt sind, nutzen. Zwecklos also. Diese Betrüger sind nicht zu fassen. Überprüfen Sie also, bevor Sie etwas herunterladen, immer mehrere der Ihnen angebotenen Links. Lesen Sie die Bewertungen der anderen Internetnutzer und informieren Sie sich in den Diskussionsforen.

Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie uns an: klicksicher@brf.be. Die Experten der Föderalen Kriminalpolizei werden gerne in der nächsten Sendung am kommenden Mittwoch auf diese Fragen eingehen.

Danny Loos, Föderale Polizei Eupen

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