Klick sicher: Malware auf Facebook

Mittlerweile zählt Facebook 16 betrügerische Seiten, die insgesamt 71.000 „Gefällt mir“ Klicks sammelten. Auch für die Föderale Kriminalpolizei Eupen Grund genug, vor Wunderlösungen zu warnen.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Sehr viele Menschen haben sich dafür entschieden, zur neuen Benutzeroberfläche von Facebook zu wechseln. Sie haben sicherlich bereits die neue Funktion ‘Timeline’ entdeckt.

Anhand dieser Zeitlinie können alle Personen, die mit Ihnen ‘befreundet’ sind, jede Information konsultieren, die Sie jemals veröffentlichten, sowie alle Dokumente, die Sie hochgeladen haben und Fotos, die Sie datierten.

Manche Leute, die mich daraufhin kontaktierten, fanden diese Benutzeroberfläche weniger gut und wollten zum alten Profil zurückkehren.
Meine Antwort: Zurzeit ist dies nicht möglich. Die Unzufriedenheit der Nutzer, die in den Foren deutlich ihren Unmut äußerten, rief die Betrüger auf den Plan. Auf Facebook erschienen zahlreiche Seiten, die den Nutzern den Vorschlag machten, zur alten Konfiguration zurückzukehren.

Sie machten den Besuchern den Vorschlag, zunächst auf „Gefällt mir“ zu klicken. Auf diese Weise konnten die Betrüger auf die persönlichen Daten der Besucher zurückgreifen. Anschließend sollten sie auf einen anderen Link klicken mit einem Video, das zeigte, wie man zum alten Profil zurückkehrte. Der Link verbarg jedoch die Installation eines schädlichen Programms auf dem PC des Nutzers.

Mittlerweile zählt Facebook 16 betrügerische Seiten, die insgesamt 71.000 „Gefällt mir“ Klicks sammelten. Eine Seite zählte alleine rund 19.000 Besucher und dies innerhalb von nur zwei Wochen. Die Verantwortlichen von Facebook stoßen auf gewaltige Schwierigkeiten, derartige Betrügereien zu entdecken und zurückzuverfolgen. Sie sind auf Sie und Ihre Mithilfe angewiesen, wenn sie derartige Seiten aufdecken wollen. Solche Seiten preisen meist die Wunderlösung an, sind also nicht schwer zu erkennen.

Falls Sie auf einen Link oder auf eine dieser Seiten stoßen, melden Sie diese. Ich möchte Sie auffordern, vorsichtig zu sein, wenn Sie auf einen Link zu diesen Seiten, Gruppen, Videos oder externen Internetseiten stoßen. Im besten Falle erhalten Sie neue Aufforderungen per Mail, im schlechtesten Falle zahlt Ihr Computer für Ihre Unvorsichtigkeit. Wenn Sie der Versuchung nicht widerstehen konnten, rate ich Ihnen, Ihren Computer auf Viren zu prüfen.

Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, schicken Sie uns eine E-Mail an klicksicher@brf.be. Allgemeine Fragen zum Einstieg in das Thema Internet beantwortet gern das Medienzentrum in Eupen, Tel 087/555551, medienzentrum@dgov.be.

Nächste Woche gibt es an dieser Stelle wieder Informationen der Föderalen Kriminalpolizei über neue Betrügereien im Netz.

Text und Bild: FöPo Eupen

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150