Klick sicher: Nomophobie

Sind Sie Nomophobiker? Sie wissen nicht, was das Wort Nomophobie bedeutet? Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen hat die Infos.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Sind Sie Nomophobiker? Sie wissen nicht, was das Wort Nomophobie bedeutet? Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen hat die Infos.

Entstanden in England im Jahre 2008 ist dieses Wort die Abkürzung für den Begriff „no mobile phobia“ und bezeichnet jene Menschen, die von ihrem Mobiltelefon nicht einen Tag getrennt sein können. Manche Menschen empfinden sogar Ängste bei dem Gedanken, ihr Handy zu verlieren.

Bis zu 76 Prozent der jüngeren Generation, vor allem Jugendliche zwischen 18-24 Jahren, sind davon betroffen.

Die Ausmaße des Phänomens haben zugenommen, seitdem die Smartphones auf dem Vormarsch sind und damit die Anwendungen bieten, die uns sagen, wo wir sind, welches Restaurant sich in unmittelbarer Nähe befindet oder welcher Film im Kino um die Ecke gezeigt wird.

Damien Douani, Experte für neue Technologien, erzählte uns, dass bereits vor einigen Jahren sogar die SMS eine Form der Nomophobie war.

Die Fans dieser Nachrichtenart wurden näher betrachtet und man sprach von einer „Generation der Daumen“ um Menschen zu kennzeichnen, die ununterbrochen SMS schrieben.

Dies ist vor allem an öffentlichen Orten zu beobachten, in Nahverkehrsmitteln, wo zahlreiche Jugendliche mit diesem Fingersport beschäftigt sind.

Die Jugendlichen versenden in der Regel um die 118 SMS pro Tag, das macht 826 SMS pro Woche.

Und Damien Douani fügt hinzu, dass das mobile Internet eines Smartphones die Anzahl der SMS auf 10.000 anwachsen lässt.

Zuletzt kann diese Abhängigkeit auch damit erklärt werden, dass diese Menschen ihr Leben dem Smartphone anvertrauen: Adressbuch, Agenda, soziale Netzwerke,… Und falls diese Menschen ihr Handy verlieren oder es nicht mehr funktionieren sollte, fühlen sie sich von der Welt abgeschnitten.

„Hinzu kommt, dass die sozialen Netzwerke Verbindungen zu Gemeinschaften schaffen und das Gefühl entsteht, alles immer aktualisieren oder konsultieren zu müssen. Würde man am Telefon einen kleinen Zähler einbauen, der jedes Mal klickt, wenn man etwas überprüft, würde man sich sicherlich über die hohe Anzahl der Klicks wundern.“, unterstreicht Damien Douani.Das Smartphone schränkt unsere Fantasie ein. Alles wird jedem zu jeder Zeit auf einem Silbertablett geliefert. Es gibt keine Spontaneität, keine Überraschungen mehr, beispielsweise auf eigene Faust ein Restaurant zu finden, statt eine Anwendung für Sie entscheiden zu lassen.

So ganz Unrecht hat unser Experte nicht. Wenn Sie Anregungen zum Thema „Klick sicher“ haben, schreiben Sie uns an klicksicher@brf.be.

Allgemeine Fragen zum Einstieg in das Thema Internet beantwortet gern das Medienzentrum in Eupen, Tel 087/555551, medienzentrum@dgov.be.

 

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