Klick sicher: Facebook und „Gefällt mir“

In der Ausgabe von Klick sicher! am Mittwoch, 22. August 2012 befasst sich Patrick Schumacher von der Föderalen Krimilnalpolizei Eupen mit Facebook und dem "Gefällt mir" Button, der Ihre Aktivitäten im Internet dokumentiert. Dabei bezieht er sich auf eine Untersuchung von Arnold Roosendaal, Doktor der Rechtswissenschaften an der Universität Tilburg in den Niederlanden .

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Der „Gefällt mir“-Button erscheint ganz zufällig während des Navigierens im Internet. Sie lesen einen Artikel auf der Internetseite Ihrer Lieblingszeitung. Am Ende des Artikels angekommen, werden Sie aufgefordert, eine Meinung abzugeben oder einfach auf den allseits bekannten ‚Gefällt mir’ Button zu klicken. Arnold Rosendaal fand heraus, dass diese Funktion die Möglichkeit schafft, Ihre Surfgewohnheiten und Aktivitäten im Netz genauestens zu verfolgen und zu speichern.

In der Tat würde Facebook diese Cookies verwenden, um genau in Erfahrung zu bringen, wer was im Netz tut. Ein Cookie ist eine kleine Computerdatei, die die Internetseite, die Sie gerade besuchen, auf Ihrem PC speichert und die Sie, anhand der wenigen gesammelten Informationen, bei Ihrem nächsten Besuch wieder erkennt.

Sobald Sie auf eine Internetseite mit dem ‚Gefällt mir’ Button stoßen, erhält Facebook Informationen über Sie. Genau genommen, dass Ihr Computer zu diesem Zeitpunkt auf jener Seite war, selbst dann, wenn Sie diesen Button nicht angeklickt haben. Falls Sie ein Profil haben und eines der sozialen Netzwerke nutzen, werden die Daten zusammengelegt, was bedeutet, dass Facebook Ihre Aktivitäten im Netz genauestens verfolgen kann.

Facebook weiß bereits dann, wer sich einloggen will, bevor die Verbindung überhaupt zustande kommt. Sie sagen jetzt vielleicht, dass dies Dinge sind, die Sie nichts angehen, weil Sie gar kein Facebook-Profil besitzen. Nicht so voreilig. Arnold Roosendaal unterstreicht, dass, selbst wenn Sie gar nicht Mitglied des sozialen Netzwerks sind, die Anwendung trotzdem ein Cookie mit den auf Ihrem Computer gesammelten Informationen aussendet.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in Brüssel in der Rue Neuve spazieren und erhalten eine Werbung, sobald Sie an einem Geschäft vorbeigehen. Zusätzlich dazu erhalten die Geschäftsleute eine Liste mit den von Ihnen aufgesuchten Geschäften. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Facebook diese Informationen speichert, es gibt jedoch auch keine gegenteiligen Beweise. Mein Tipp lautet: Lernen Sie, die Einstellungen Ihres Internetbrowers anzupassen, um die Verbreitung Ihrer persönlichen Daten zu minimieren.

Unser Tipp: Geben Sie einfach den Namen des Browsers und den Begriff „Privatleben“ in die Suchmaske Ihrer bevorzugten Suchmaschine ein. Machen Sie Ihren PC sicher, klicken Sie auf die Links und folgen Sie den Anweisungen Schritt für Schritt. Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen an klicksicher@brf.be. Allgemeine Fragen zum Einstieg in das Thema Internet beantwortet gerne das Medienzentrum in Eupen, Tel 087/555551, medienzentrum@dgov.be.

Archivbild: Föderale Kriminalpolizei Eupen

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