Klick sicher: Googles großes Gedächtnis

Patrick Schumacher von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen vergleicht den mangelnden Schutz persönlicher Daten bei Facebook und Google und kommt zu dem Schluss, dass die Privatsphäre bei beiden nicht genügend geschützt wird.

Klick sicher in Zusammenarbeit mit der Föderalen Kriminalpolizei

Patrick Schumacher von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen vergleicht den mangelnden Schutz von persönlichen Daten bei Facebook und Google und kommt zu dem Schluss, dass die Privatsphäre bei beiden nicht genügend geschützt wird.

Die Schlagzeilen berichten meist von Facebook und prangern vorwiegend die mangelnde Vertraulichkeitspolitik von Facebook sowie das unzulässige Sammeln von persönlichen Daten an.

Die Suchmaschine Google, die wir tagtäglich nutzen, steht Facebook jedoch in nichts nach. Die offiziellen europäischen Strukturen beschwerten sich unlängst über den mangelnden Schutz des Privatlebens.

Am 1. März wurde eine neue Vertraulichkeitspolitik vorgestellt, die angeblich einfacher und verständlicher sein sollte. Google hatte die Absicht, die aus seinen Diensten, Webseiten und Programmen stammenden Daten gemeinsam in einen Topf zu werfen.

Dies geschieht mit den Daten aus der Suchmaschine, den Daten vom E-Mail-Account Gmail, vom Videoportal YouTube und auch von Picassa, einem Programm, mit dem man Fotos austauschen kann, sowie natürlich Google Documents, der Online-Officesuite.

Hier eine unvollständige Liste jener Daten, die Google speichert:

  • Zunächst einmal die Daten, die Sie selbst eingegeben haben: Ihr Name, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre Telefonnummer, usw.
  • Die Daten, die gesammelt werden, wenn eine Anwendung zu Hause benutzt wird (das verwendete Gerät mit der Version des Betriebssystems, die Seriennummern des Geräts und die Netzwerkdaten)
  • Dann noch die IP-Adresse, die Art und die Sprache Ihres Browsers, Datum und Uhrzeit Ihrer Anfrage
  • Die Daten über Ihre Telefongespräche, falls Sie Dienste über Ihr Smartphone abrufen (Ihre Telefonnummer, die des Anrufers, der Zeitpunkt und das Datum des Anrufs, die Dauer, die SMS-Daten)
  • Die Ortungsdaten über das eingebaute GPS oder die Wifi-Zugangspunkte sowie die über die Antennen Ihres Handyanbieters

Sie können Ihren Browserverlauf löschen und Google verbieten, Ihren Browserverlauf zu speichern. Diese Option wird den Nutzern angeboten, die ein Konto an die Suchmaschine gekoppelt haben, und dies egal welcher Dienst verwendet wird: Klicken Sie auf den Begriff “alle Browserverläufe löschen”. Diese Auswahl wird auch in Zukunft diese Funktion aussetzen. Das ist sicherlich nicht die ideale Lösung, wird jedoch verhindern, dass Listen mit Ihren persönlichen Interessen angelegt werden.

Allgemeine Fragen zum Einstieg in das Thema Internet beantwortet gerne das Medienzentrum in Eupen, Tel 087/555551, medienzentrum@dgov.be.

Bild: epa

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