Bildung für nachhaltige Entwicklung: Schulgarten

Vor knapp einem Monat fand in Trier ein Expertentreffen zum Thema „Schulgarten“ statt. Das Umweltministerium Rheinland-Pfalz hatte zum Austausch ins Robert-Schumann-Institut in Trier eingeladen. Mit dabei aus der DG waren unter anderem Vertreter der Ländlichen Gilden, von natagora/BNVS und der Verbraucherschutzzentrale.

Verbrauchertipp Schulgarten

Es handelte sich hier um ein Netzwerktreffen in der Großregion mit den Partnern Deutschsprachige Gemeinschaft und Wallonische Region aus Belgien, den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland, der Region Elsass-Lothringen aus Frankreich und dem Großherzogtum Luxemburg.

Was haben Schulgärten mit Verbraucherbildung zu tun?

Schulgärten sind nichts anderes als so genannte Lernorte im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das reicht von der Schulgartenintiative der Ländlichen Gilden über die Etablierung eines Naturraums in der Schule bis hin zur Implementierung der Schulgartennutzung im Regelunterricht. Ein unglaublich breites Spektrum an Projekten und Schwerpunkten.

Projekt der Grundschule Mehring

Das erklärte Ziel ist, den Schulgarten – soweit es geht – auch mit in den Regelunterricht einzubeziehen und das über ein ganzes Schuljahr verteilt. Das Besondere war nicht nur der Garten an sich, sondern auch die Tierwelt. Da gab es eine Kamera an einem Vogelnistkasten, deren Bilder auf einen Bildschirm im Schulfoyer übertragen wurden. Jeder konnte da die Entwicklung vom Ei bis hin zum ersten Vogelflug beobachten.

Ein anderes Thema war beispielsweise die Kartoffel. Da hat die Schule dann dieses Thema von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet: Herkunft, Verschiedenartigkeit, Einsatzmöglichkeiten, Anbau und vieles mehr. Hier wurden alle vier Grundschulklassen in dieses Schulgartenprojekt integriert und entsprechend den Jahrgängen auch angepasst.

Pflege des Schulgartens in der Ferienzeit

Was sich bei fast allen Schulgartenprojekten als große Herausforderung darstellt, ist die Ferienzeit. Denn gerade in den Ferienmonaten Juli und August ist die Gartenarbeit besonders intensiv, auch die Gartenernte. Wer übernimmt das Gießen der Pflanzen, wer jätet und wer erntet was? Das ist bei vielen Schulgartenprojekten unterschiedlich geregelt: Mal ist der Hausmeister zuständig, mal die Lehrpersonen oder verschiedene Eltern.

Eine andere Herausforderung für viele Schulgartenprojekte besteht darin, dass man den Kindern im Frühjahr, beziehungsweise bevor die Sommerferien beginnen, schon etwas Festes in die Hand geben beziehungsweise ernten lassen möchte. Und da ist es nicht immer einfach das Richtige zu finden, oder auch mal etwas Abwechslung in den Erntealltag zu bringen, statt immer Radieschen im Frühjahr.

Das Expertentreffen war ein Erfolg

Erstmals haben sich auf Ebene der Großregion die Experten untereinander austauschen können und vor allem auch voneinander lernen können. Eine gute Basis, um gemeinsame Strategien innerhalb der Großregion zu entwickeln.

Vorträge, Präsentationen und Weiterbildungsprojekte zu diesem Thema findet man im Netz unter bne-grossregion.net.

Text: Bernd Lorch, Verbraucherschutzzentrale Ostbelgien, Foto: QuerWeltein

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