Klick sicher: Blue Whale Challenge

Ein Spiel, das mit einem Selbstmord endet, ist kein Spiel. Der BRF-Klick-sicher-Experte Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen hat sich mit "Blue Whale Challenge" befasst.

Klick sicher: Blue Whale Challenge

Im Internet haben einige Challenges die Runde gemacht. Die bekannteste ist die „Ice Bucket Challenge“, die im Sommer 2014 für die ALS-Forschung durchgeführt wurde. Es gibt viele solcher Herausforderungen im Netz, aber nicht alle sind ungefährlich.  Wie zum Beispiel „Blue Whale Challenge“. Der Name hat mit dem Glauben vieler Menschen zu tun, dass sich Blauwale freiwillig an einen Strand spülen, um zu sterben. Davon haben sich die Erfinder von „blue whales“ inspirieren lassen.

Blue Whale Challenge mit tödlichem Ausgang

Das Spiel –  wenn man überhaupt von einem Spiel reden kann – kam vor kurzem aus Russland zu uns nach Europa und hat auch hier Anhänger gefunden. Wer mitmachen will, macht einen Aufruf auf den sozialen Netzwerken, um einen Paten zu finden. Dieser gibt dem Opfer dann an jedem der 50 Tage ein Aufgabe, die er erfüllen muss. Ziel der Challenge ist es aber, sich innerhalb von 50 Tagen seelisch und körperlich zugrunde zu richten.

Der Anfang der Challenge ist eher unbedenklich: Man wird zum Beispiel aufgefordert, auf die Hand zu zeichnen, einen blauen Wahl auf ein Stück Papier zu malen oder mitten in der Nacht aufzustehen, um traurige Musik zu hören. Mit und mit verschärfen sich die täglichen Aufgaben: das Video eines Selbstmordes anschauen oder auf einen Baukran steigen. Eine typische Aufgabe besteht darin, sich einen Wal auf den Unterarm zu ritzen. Hiervon kursieren Bilder im Internet.

Am Ende angelangt steht die letzte Aufgabe bevor: der Suizid. Damit endet die Challenge. Bereits einige hundert Menschen, vor allen Dingen Jugendliche, sind dabei umgekommen.

Was kann man dagegen unternehmen?

Die Polizei und verschiedene Jugendschutz-Organisationen in vielen Ländern warnen natürlich ausdrücklich vor diesem abscheulichen Phänomen; Prävention ist hierbei sehr wichtig. Auch einige Urheber dieses Spiels konnten bereits gefasst werden.

Besonders gefährdet sind Jugendliche im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Eltern sollten sich der Gefahren bewusst sein und mit ihren Kindern offen darüber sprechen. Warnhinweise sind Zeichnungen eines blauen Wals oder der sogenannte hashtag (#) in Verbindung mit den beiden Wörtern „blue whale“ bzw. „Blauwal“ die Jugendliche auf den sozialen Netzwerken posten.

Eltern sollten aber generell aufmerksam für jegliche Veränderung ihrer Kinder sein.

Link: 

la-police-met-en-garde-contre-le-challenge-baleine-bleue

Infos und Illustration: Danny Loos von der Föderalen Kriminalpolizei Eupen