Chansons, Lieder und Folk: CD-Neuerscheinungen

„Die im Dunkeln hört man doch“, weiß Felix Meyer und Lana Del Rey überzeugt auf „Norman Fucking Rockwell“ mit traumwandlerischer Melancholie. Außerdem stellen wir die aktuellen CDs von Marina Gemmar, Calexico und Stellmäcke & Band vor.

Lana Del Rey: Norman Fucking Rockwell (UMD/Urban)

Lana Del Rey: Norman Fucking Rockwell (UMD/Urban)

Felix Meyer: Die im Dunkeln hört man doch (SPV) – Seit zehn Jahren überzeugt Felix Meyer mit Liedern, die von Gesellschaftskritik bis Liebesballade ein breites Feld abdecken. Auch musikalisch absolut überzeugend.

Lana Del Rey: Norman Fucking Rockwell (Urban) – Norman Rockwell war ein Künstler, der bis zu seinem Tod 1978 den American Way of life begleitete. Dass Lana Del Rey ein „Fucking“ dazwischen gesetzt, ist mehr als nur eine Anspielung auf die aktuelle Situation im Land der „einst unbegrenzten“ Möglichkeiten.

Martina Gemmar: Verkehrte Welt (ISRC) – Mehr als eine CD mit Booklet, nämlich ein sehr schönes Buch mit Liedern auf CD. Dazu kleine Anmerkungen, die das Hören noch intensiver gestalten.

Calexico: Years to burn (City Slang) – Calexico meets Iron & Wine, zwei Bands, die Americana mit Weltmusik verbinden und die in ihren Songs manchmal an Crosby, Stills, Nash and Young erinnern. Nicht das schlechteste Vorbild.

Stellmäcke & Band: Sehnsucht nach DUR (Secunda Records) – Olaf Stelmecke ist „Stellmäcke“. Seit über 30 Jahren macht er Musik und auch wenn sein Name nicht jedem geläufig ist: Es lohnt sich immer wieder, sich seinen CDs, für die er sich gerne etwas mehr Zeit nimmt (in der Regel liegen vier Jahre zwischen den Veröffentlichungen), zu widmen. Mehrmals zurecht CD des Monats der Liederbestenliste.

Hans Reul

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