Chansons, Lieder und Folk: Reinhard Mey und Konstantin Wecker mit neuen CDs

Nach vier Jahren meldet sich Reinhard Mey mit einem neuen Album zurück. Eines kann man nach dem Hören dieser Doppel-CD mit Fug und Recht sagen: Reinhard Mey bleibt sich treu. Konstantin Wecker lässt uns in einer Kammermusikbesetzung „Poesie in stürmischen Zeiten“ nachvollziehen.

Reinhard Mey (Bild: Universal)

Reinhard Mey (Bild: Universal)

„Das Haus an der Ampel“ ist der Titel der 28. Studio-CD von Reinhard Mey. Wieder ebenso virtuos wie einfühlsam produziert von Manfred Leuchter. 16 Stücke hat Reinhard Mey geschrieben und sie in zwei Versionen aufgenommen: zum einen solo, sich selbst auf der Gitarre begleitend, zum anderen mit Band. Wobei die Unterschiede nicht so erheblich sind, da auch die Orchesterfassungen eher minimal besetzt sind.

Aber bei Mey zählen natürlich in erster Linie die Melodien und Texte. Er bleibt der Meister der drei- bis fünf-Minuten-Poesie. Es sind die kleinen Alltagsgeschichten, die sehr persönlichen Schicksale, fein in Worte gefasst, die allen Reinhard-Mey-Fans aus der Seele sprechen oder eben diese ansprechen. Allerdings wird Mey hier auch kein neues Publikum gewinnen. Jene, die ihn bisher nicht mochten, werden auch jetzt nicht zu Reinhard-Mey-Fans. Alle anderen, und das sind erfreulicherweise sehr viele, sind sicher glücklich, Neues vom mittlerweile 77-Jährigen zu hören.

Die Zeiten sind fürwahr stürmisch bis irreal. Konstantin Wecker reagiert darauf mit einem intimen Studiokonzert, alles andere ist in Corona-Zeiten auch nicht möglich. Gemeinsam mit der Cellistin Fanny Kammerlander und dem Pianisten Jo Barnikel stellt er Kammermusikfassungen einiger sehr bekannter Titel vor: „Ich singe, weil ich ein Lied hab“, „Willy 2020“, „Den Parolen keine Chance“ und viele anderen. Neu sind die Gedichte und Texte, die von einem zum anderen Lied führen, so als ob man Konstantin Wecker zu sich nach Hause eingeladen hätte. Das ist der besondere Reiz bei dieser „Poesie in stürmischen Zeiten“.

Julia Klomfass und Raphael Hansen bilden das Duo „toi et moi“. Mit „n‘allume pas le feu“ veröffentlichen sie ihr viertes Studioalbum. Als Nouvelle Chanson bezeichnen sie ihre Stücke, eine Verbindung von traditionellen Chansons mit Pop-Elementen.

Gerhard und Frank
(R.Mey)
Reinhard Mey
UNIVERSAL

Der Vater und das Kind
(R.Mey)
Reinhard Mey
UNIVERSAL

Zimmer mit Aussicht
(R.Mey)
Reinhard Mey
UNIVERSAL

Changer ma vie
(Toi et Moi)
Toi et Moi
GMO

Marceline
(Toi et Moi)
Toi et Moi
GMO

Nos démons
(Toi et Moi)
Toi et Moi
GMO

Ich singe, weil ich ein Lied hab‘
(K.Wecker)
Konstantin Wecker / Fany Kammerlander / Jo Barnikel
STURM & KLANG

Gedichte sind Küsse
(K.Wecker)
Konstantin Wecker / Fany Kammerlander / Jo Barnikel
STURM & KLANG
Willy 2020
(K.Wecker)
Konstantin Wecker / Fany Kammerlander / Jo Barnikel
STURM & KLANG

Niemand kann die Liebe binden
(K.Wecker)
Konstantin Wecker / Fany Kammerlander / Jo Barnikel
STURM & KLANG

Den Parolen keine Chance
(K.Wecker)
Konstantin Wecker / Fany Kammerlander / Jo Barnikel
STURM & KLANG

False Prophet
(B.Dylan)
Bob Dylan
COLUMBIA

Hans Reul

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150