Chansons, Lieder und Folk: Zum Tod von Juliette Gréco

Sie war die "Muse der Existenzialisten", "die" Chansonsängerin von Saint-Germain-des-Près: Juliette Gréco. Am 23. September ist sie gestorben. Wir erinnern an Juliette Gréco.

Juliette Gréco (Bild: Leszek Szymanski/EPA)

Juliette Gréco (Bild: Leszek Szymanski/EPA)

Juliette Greco war die Grande Dame des französischen Chansons: Der Nachwelt hinterlässt sie Hunderte von Chansoninterpretationen wie etwa von „Sous le ciel de Paris“ oder „Deshabillez-moi“.

Gréco war der Inbegriff von Eleganz und Freiheit. Juliette Gréco wurde am 7. Februar 1927 in Montpellier geboren. Mit 16 Jahren kam sie nach Paris.

Der französische Philosoph und Existenzialist Jean-Paul Sartre hatte Gréco in einer Kellerbar in Saint-Germain-des-Prés entdeckt, dem Pariser Intellektuellen- und Künstlerviertel in den 1950er Jahren. Durch ihn wurde sie auch in die künstlerisch-intellektuelle Elite der damaligen Zeit eingeführt.

Serge Gainsbourg, Jacques Brel, Georges Brassens oder auch Léo Ferré widmeten ihr Chansons, die sie auf einzigartige Art und Weise zu interpretieren verstand.

Auch als Schauspielerin machte sie sich einen Namen, filmte unter der Regie von Jean Renoir, John Huston und Otto Preminger. Bis ins hohe Alter blieb sie der Bühne treu und arbeitete mit den Vertretern des Nouvelle Chanson wie Bénabar und Benjamin Biolay.

Hans Reul