Chansons, Lieder und Folk: Der große, verkannte Jono McCleery

Jono wer? Jono McCleery. Vor 14 Jahren erschien das Debütalbum des feinfühligen und sorgfältigen Briten, und nun ist schon sein sechstes Album da: „Moonlit Parade“. Doch etwas stimmt nicht. Er ist viel zu unbekannt für seine großartige Musik.

Jono McCleery: Moonlit Parade

Jono McCleery: Moonlit Parade

Immerhin teilt er mit Ed Sheeran nicht nur den Produzenten, sondern auch Haarfarbe, Haarform, die ganze bubenhafte Knuffigkeit – und die besseren Songs schreibt McCleery sowieso. Wieso kennt ihn kaum jemand? Nicht mal ein Wikipedia-Eintrag existiert über ihn. Zeit, ihn ins Licht zu führen.

Außerdem:

  • Der raketenhafte Aufstieg der Sarah Beth Tomberlin: Interview zu ihrem zweiten Album „I Don’t Know Who Needs To Hear This“, erschienen auf Saddle Creek
  • Neuheiten von: Kate Bollinger, Patty Griffin, Sivi Jacobsen, Angel Olsen, Ailbhe Reddy, Bill Fay

Zum Tod von Régine

Sonntagnachmittag ist bekannt geworden, dass die in Belgien geborene Chanson-Sängerin Régine gestorben ist. Einen Nachruf gibt es in der kommenden Sendung.

Régina Zylberberg, geboren am 25. Dezember 1929 in Anderlecht, Belgien, als Tochter polnisch-jüdischer Emigranten, floh noch während des Zweiten Weltkriegs vor den Nazis nach Frankreich, wo sie 1969 die französische Staatsbürgerschaft annahm.

Sie war in den 1960er- und 1970er-Jahren mit Liedern wie „Les p’tits papiers“, „La grande Zoa“, „Azzurro“ und der französischen Version von Gloria Gaynors „I Will Survive – Je survivrai“ bekannt geworden, außerdem war sie Schauspielerin. Als Nachtclub-Unternehmerin baute sie ein Diskothekenimperium auf, das ihr den Spitznamen „The Queen of the Night“ einbrachte. Régine ist am Sonntag in Paris gestorben.

Markus Will