Chansons, Lieder und Folk: „Spells“, der zweite Teil von T Bone Burnetts Ethno-Trance-Trilogie

Begriffe wie „Programmierpandemie“ erwecken den Eindruck, von einem Schwurbler aus der Querdenker-Szene zu stammen. Doch das Blues-Rock-Urgestein T Bone Burnett, Oscar- und mehrfacher Grammy-Preisträger, ist ein geachteter Künstler, und als solcher denkt er frei statt quer. In seiner Trilogie „The Invisible Light“ stellt er die Frage, wie sich Technik langfristig auf menschliche Gesellschaften auswirkt.

T Bone Burnett (Bild: Universal)

T Bone Burnett (Bild: Universal)

Jetzt hat er den zweiten Teil daraus veröffentlicht: „Spells“ – ein tranceartiges Versinken in folkloristischen Rhythmen und Klangflächen.

Sinnigerweise ist die Trilogie das Projekt eines Trios: T Bone Burnett hat sich dafür zusammengetan mit dem Produzenten und Komponisten Keefus Ciancia sowie dem Drummer und Perkussionisten Jay Bellerose. Veröffentlicht wird die Album-Trilogie auf Verve Forecast – auch ein Zeichen, dass hier drei Freigeister sich von gängigen Mustern lösen, um einen Blick von außen zu gewinnen.

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Markus Will