Chansons, Lieder und Folk: Quinn Christopherson – das Wunder der Transformation

Dreimal anders schön: Quinn Christopherson kommt aus dem subarktischen Alaska, stammt von dort lebenden Indigenen ab – und hat sein Geschlecht gewechselt.

BRF-Musikredakteur Markus Will (Bild: Thierry Cornely/BRF)

BRF-Musikredakteur Markus Will (Bild: Thierry Cornely/BRF)

Selbstbewusst, aber nicht schmerzfrei, zeichnet er auf seinem Debütalbum „Write Your Name in Pink“ seinen bisherigen Weg nach, von einer unglücklichen jungen Frau, die in der alkoholkranken Großmutter ihren engsten Verbündeten auf dem Weg zum Mannsein hatte, bis hin zur Partnerin, die ihm letztlich Ziel und Zuhause wurde.

Der Durchbruch zu landesweiter Bekanntheit ist ihm gelungen, nachdem Quinn Christopherson 2019 den Tiny Desk Concert Competition von NPR gewonnen hatte. Christopherson schreibt in seinen Songs präzise seine Gefühls- und materielle Welt nach, mit verblüffender Tiefe und unwidersprüchlicher Glaubwürdigkeit. „Write Your Name in Pink“ ist kein Coming-out-Album, sondern ein „Arrival-Album“. Für viele queere Menschen dürfte es ein Offenbarungswerk von nicht zu unterschätzender Kraft sein. Für jede und jeden ist es ein Album von tiefer Schönheit.

Außerdem:

  • „The Cabin Tapes“ von den Kids of Adelaide
  • „God Save The Animals“ von Alex G
  • Neuheiten von Inger Nordvik, Beharie, Dominik Plangger

Markus Will