Chansons, Lieder und Folk: Phileas und sein „Present“ an die Welt

"Der Freund" und auch "Der Liebende", so lautet die Übersetzung des altgriechischen Namens Phileas. Der französische Sänger und Musiker Mathias Neyrand hat ihn sich selbst gegeben und wie sehr er Freund der Musik und ihr Liebender zugleich ist, das kann auf seinem Debüt in jedem Klang und Nachklang gut hören.

Phileas (Bild: Lukasz Polowczyk)

Phileas (Bild: Lukasz Polowczyk)

Nachdem er in Deutschland aufgewachsen war, ist Mathias Neyrand lange als Straßenmusiker in England und den USA unterwegs gewesen. In Berlin, wo er jetzt lebt, hat er 2017 sein Alter Ego Phileas ins Leben gerufen und damit seinen Wandel vom tingelnden zum aufnehmenden Künstler vollzogen.

Jetzt ist sein Debütalbum „Present“ fertig geworden. Es zeigt einen gereiften Menschen, der das sparsame Do-it-Yourself hinter sich gelassen hat und mit peniblem oder einfach nur feinsinnigem Songwriting sehr berührende Lieder produziert, die einen ganz eigenen Ton zwischen kammermusikalischem Schweben und handwerklicher Bodenständigkeit besitzen. Ein Album zum Sichverlieben – im doppelten Sinne.

Außerdem:

• „Sequana“, das zehnte Album des algerischen Multitalents Souad Massi

• „They Only Talk About The Weather“: Geständnisse und Bekenntnisse der isländischen Sängerin Árný Margrét

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Markus Will