Ein Album der Nähe und Kollektivarbeit: Sabine McCallas Songs entstehen aus gemeinsamer Praxis, aus Studios, Proberäumen und langen Bekanntschaften in New Orleans. Sie schreibt Stücke, die sich bewegen: rhythmisch offen, melodisch klar, verwurzelt in amerikanischen Songtraditionen und zugleich geprägt von karibischen Einflüssen und südlichem Soul.
Die große Zahl beteiligter Musiker:innen wirkt dabei wie Alltag: Bass, Percussion, Flöten, Mellotron und Chöre fügen sich ineinander, ohne die Songs zu überformen. McCallas Stimme führt durch das Album mit ruhiger Präsenz und erzählerischer Genauigkeit.
Stücke wie "Anything Without You" oder "Louisiana Hound Dog" zeigen ihre Sicherheit im Umgang mit klassischen Formen. Das Spiritual "Deep River" steht gleichberechtigt neben eigenen Songs und verweist auf afrikanische Wurzeln, die hier als lebendige Gegenwart hörbar werden.
Es ist ein Debüt, das Gemeinschaft hörbar macht. Sabine McCalla formt aus haitianischer Herkunft, New Orleans und kollektiver Arbeit eine eigene musikalische Sprache - unaufgeregt, klar und getragen von einem starken Umfeld.
"Don’t Call Me Baby" von Sabine McCalla ist erschienen am 7. November bei Gar Hole Records.
Außerdem in dieser Sendung:
- Vandoliers: Country-Roadshow mit offenem Visier ("Life Behind Bars", Break Maiden Records)
- Meredith Moon: Lieder zwischen Erbe und Eigenständigkeit ("From Here to the Sea", Compass Records)
- Vickie Vaughn: Bluegrass mit Hubraum und Humor ("Travel On", Mountain Home Music Company)
- Cole Chaney: Dunkle Balladen aus den Appalachen ("In the Shadow of the Mountain", Ridgeline Records)
- Magnolia Boulevard: Kerniges Debüt eines Kentucky-Powerhouse ("Magnolia Boulevard", Magnolia Boulevard)
- Evan Honer: Alleingänger mit College-Americana ("Everything I Wanted", Cloverdale Records)
- Dota im Musikbunker Aachen ("Springrbrunnen"-Tour)
+ Neuheiten von Jakob Dobers, Pert Near Sandstone, Dustin Brown, Kara Arena, Tatiana Paris
Maaru Will