Forum: Späte Anerkennung für Kunstbewegung „Pattern and Decoration“

Das Aachener Ludwig-Forum für internationale Kunst präsentiert eine Kunstbewegung aus den USA in den späten 1970er Jahren. In Europa sind die Künstler dieser Bewegung kaum wahrgenommen worden. Kuratorin Esther Boehle zeigt, dass ihre Werke noch immer aktuell sind.

Kim MacConnel: Edible (Foto: Ludwig Forum)

Kim MacConnel: Edible (Foto: Ludwig Forum)

Die Aachener Sammler Peter und Irene Ludwig haben viel Kunst gekauft. So viel, dass selbst die zahlreichen Ludwig-Museen nicht alle Werke zeigen können. Im Depot des Aachener Ludwig-Forums hat Esther Boehle eine ganze Reihe von Werken der Pattern-and-Decoration-Bewegung entdeckt, die bislang nur selten oder noch nie ausgestellt worden sind.

„Pattern and Decoration“ war der Gegentrend zu „Minimalismus“ und „Konzeptkunst“ im New York der 1970er Jahre. Kunsthandwerk gegen Kunstideologie sozusagen. Diese Bewegung ist damals in Europa nur am Rande wahrgenommen worden. Zu Unrecht, wie Kuratorin Esther Boehle findet und jetzt mit einer Ausstellung im Aachener Ludwig-Forum beweisen möchte.

Die Schau mit dem Titel „Pattern and Decoration. Ornament als Versprechen“ ist im Aachener Ludwig-Forum für Internationale Kunst bis zum 13. Januar zu sehen. Kuratorin Esther Boehle stellt sie im BRF-Interview vor.

Außerdem in Forum:

  • Das Kelmiser Vieille Montagne-Museum ist eröffnet
  • Das Hörbuch zum Roman „Ida“ von Katharina Adler: Ida Adler, die Urgroßmutter der Autorin, wurde berühmt als Patientin von Sigmund Freud
  • Romeo Castellucci zeigt seine Version von Mozarts Zauberflöte in der Brüsseler Monnaie

Werner Barth