Forum: Die Rückkehr von Per Kirkeby in seine drei Kapellen

Für die Stiftung Insel Hombroich bei Neuss hat der dänische Künstler Per Kirkeby zwischen 2002 und 2009 drei Kapellen entworfen. Vor drei Jahren wurden die roten Ziegelstein-Gebäude saniert und dienen seitdem wieder als Ausstellungsräume. Ein Jahr nach seinem Tod ist Kirkeby jetzt selbst mit einer Werkschau in seinen Kapellen zu sehen.

Die drei Kapellen von Per Kirkeby

Die drei Kapellen von Per Kirkeby (Bild: Stiftung Insel Hombroich)

Per Kirkeby war vor allem als Maler und Bildhauer bekannt, doch sein Werk beschäftigte sich auch immer wieder mit Architektur. Die Ausstellung mit dem Titel „Bau und Bild“ möchte die Querverbindungen zwischen Ölgemälden, Bronzeskulpturen und Bauprojekten untersuchen. Kurator ist der Geschäftsführer der Stiftung, Frank Boehm, der die Sonderstellung der Hombroicher Architekturprojekte im Oeuvre von Kirkeby unterstreicht. Zu den realisierten Bauvorhaben gehört eine Bushaltestelle auf dem Museumsgelände. Als Höhepunkt war ein Bahnhof auf der Strecke von Düsseldorf nach Köln, der vielleicht doch noch gebaut werden soll.

Kurator Frank Boehm bereitet eine umfassende Dokumentation zum Wirken von Per Kirkeby im Kulturraum Hombroich vor, die zum Ende der Ausstellung am 6. Oktober erscheinen soll. Bis Mitte August sind in Hombroich auch eine Installation von Matt Mullican in der Skulpturenhalle von Thomas Schütte und eine Ausstellung der Fotokünstlerin Anne Pöhlmann im Japanraum der Langen Foundation zu sehen.

Außerdem in Forum

  • Die Antwerpener Video-Künstlerin Chloé op de Beeck im Internationalen Kunstzentrum Ostbelgien (Ikob) in Eupen
  • Die Premierenbesprechung der Oper „Anna Bolena“ in Lüttich
  • Die Gutman-Schenkung an die Eupener Pfarrbibliothek
  • Das Hörbuch „Das Volk der Bäume“ nach dem gleichnamigen Roman von Hanya Yanagihara

Werner Barth