Forum – 24. Mai

Der Roman "Die Enden der Parabel" von Thomas Pynchon liegt als Hörspiel vor und Martin Walker hat sich einem weiteren Fall von Bruno, dem Chef de Police im Perigord zurückgemeldet. Außerdem gibt es tatsächlich Festivals, die der Corona-Krise trotzen: Das Moers-Festival findet an Pfingsten statt, und auch die Manifesta 13 will Ende August an den Start gehen.

Werner Barth

Werner Barth (Bild: Achim Nelles/BRF)

Der amerikanische Schriftsteller Thomas Pynchon hat zum ersten Mal einer Bearbeitung seines Romans „Gravity’s Rainbow“ aus dem Jahr 1973 zugestimmt. Der SWR erhielt grünes Licht für ein Radio-Hörspiel auf der Grundlage der deutschen Romanübersetzung „Die Enden der Parabel“. Ein Wahnsinnsprojekt: Der Roman umfasst 1.200 Seiten und es agieren fast 400 Personen. „Die Enden der Parabel“ gilt als schwer lesbar und schwer verständlich. Kürzungen waren unumgänglich, aber Regisseur Klaus Buhlert hat die Komplexität des postmodernen Romans erhalten.

Die Handlung spielt in der Zeit des Zusammenbruchs des Nazi-Regimes in Europa. Allgegenwärtiger Bezugspunkt ist die V2-Rakete, die Nazi-Vergeltungswaffe mit ihrer gleich einer Parabel verlaufenden Flugkurve. In Pynchons Roman wird die Rakete der Auslöser für den Kampf der Menschheit um den letzten Rest von Freiheit und Identität.

Martin Walker hat einen neuen Krimi vorgelegt, in dem es wieder mehr um die Haute Cuisine als um die Jagd auf Bösewichte geht. „Connaisseur: Der zwölfte Fall für Bruno, Chef de police“ heißt er und  funktioniert auch wieder als Reiseführer, denn im Gegensatz zu den Brunetti-Krimis von Donna Leon existieren die Restaurants und Weine in den Romanen von Martin Walker tatsächlich. Ein Verbrechen wird Bruno aber auch in seinem zwölften Fall der Serie aufklären. Buch und Hörbuch sind bei Diogenes erschienen.

Werner Barth